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Linux: Standardwerkzeuge listen Partitionen in Baumstruktur

Util-Linux ist in Version 2.19 erschienen. Die Partitions- und Dateisystemwerkzeuge für Linux bieten neben einem neuen Trim-Befehl auch die Anwendung Lsblk, die Partitionen in einer Baumstruktur darstellt.
/ Jörg Thoma
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Version 2.19 der ehemals unter dem Namen Util-Linux-Ng erschienenen Standardwerkzeuge für Linux ist unter dem neuen Namen Util-Linux veröffentlicht worden. Auf die Erweiterung -ng verzichten die Entwickler künftig. Sie hatten zuvor die Abspaltung von den Util-Linux-Werkzeugen als Fork gekennzeichnet. Die ursprüngliche Werkzeugsammlung wird aber nicht mehr gepflegt, womit das Kürzel hinfällig wurde.

Der Befehl Fstrim instruiert Dateisysteme auf SSDs, im Batch-Modus nach freien Bereichen zu suchen, und soll damit effizienter funktionieren als die seit Kernel-Version 2.6.33 verfügbare Lösung, die nach jedem Löschvorgang freie Blöcke meldete. Fstrim funktioniert im aktuellen Kernel 2.6.37 allerdings lediglich mit dem Dateisystem Ext4. Andere Dateisysteme soll die Anwendung, die ein Wrapper für den Systembefehl FITRIM ist, künftig ebenfalls unterstützen.

Eine weitere Anwendung soll die Darstellung einzelner Partitionen übersichtlicher machen: Die Anwendung Lsblk listet ausgewählte oder alle Partitionen in einer Baumansicht auf, samt Gerätedatei, Identifikationsnummer, Name und Dateisystem. Das Werkzeug Partx verwendet die dazugehörige Bibliothek Libblkid, um Partitionstabellen zu parsen, und unterstützt bereits die Tabellen unter Aix-, Bsd-, Dos-, Gpt-, Mac-, Minix-, Sgi-, Solaris_x86-, Sun-, Ultrix- und Unixware-Systemen.

Findmount beherrscht eine Option, mit der per Submount in den Unterverzeichnissen eines Mounts eingebundene Dateisysteme angezeigt werden können. Fsck kann per Option -l angewiesen werden, den Datenträger, auf dem das zu prüfende Dateisystem liegt, komplett über Flock zu sperren. Damit sollen Fehler vermieden werden, die auftauchen können, wenn mehrere Instanzen des Prüfprogramms für Dateisysteme laufen.

Die Entwickler haben alle Änderungen zwischen Version 2.18 und 2.19 in einer Changelog-Datei(öffnet im neuen Fenster) zusammengefasst. Util-Linux 2.19 ist von den Entwicklern als Release-Candidate eingestuft worden. Der Quellcode steht auf dem FTP-Server(öffnet im neuen Fenster) des Kernel-Projekts zum Download zur Verfügung.


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