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Spielebranche: Jowood ist pleite

Der österreichische Publisher und Entwickler Jowood hat Insolvenz angemeldet - Grund dürften schlechte Verkaufszahlen von wichtigen Produkten wie Arcania sein. Das Management rechnet damit, die Probleme durch Verhandlungen mit den Gläubigern zu lösen.
/ Peter Steinlechner
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Seit Jahren schon erweckt die Jowood Entertainment AG aus Wien den Eindruck, sich mehr schlecht als recht durchzuwurschteln - etwa im Falle des viel zu früh veröffentlichten Gothic 3 und dessen Erweiterung. Jetzt hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Einer Pressemitteilung zufolge sind die "Bemühungen um die Neustrukturierung der Kapitalisierung sowohl das Fremd- als auch das Eigenkapital betreffend am 06.01.2011" gescheitert. Die Wiener Börse hat den Handel mit Jowood-Aktien kurz nach Bekanntgabe der Insolvenz am 7. Januar 2011 ausgesetzt.

Arcania - Gothic 4 - Test
Arcania - Gothic 4 - Test (02:33)

Der Vorstand geht davon aus, dass durch Verhandlungen mit den Gläubigern und mit Hilfe neuer Investoren der Fortbestand des Unternehmens gesichert werden kann. Auch die weitere Beschäftigung der zuletzt 90 Mitarbeiter soll so ermöglicht werden.

Wenige Tage vor der Insolvenz hatte Jowood(öffnet im neuen Fenster) den Münchner Publisher Koch Media auf Zahlung von 2,46 Millionen Euro verklagt. Bei dem Rechtsstreit geht es um die aktienrechtliche Bewertung von Sacheinlagen, die Koch bei Jowood eingebracht hat. Das Unternehmen hat Mitte Oktober 2010 seinen bislang letzten Titel Arcania: Arcania Gothic 4 veröffentlicht. Das Rollenspiel erhielt durchwachsene Bewertungen, Jowood äußerte sich über die Verkaufszahlen dennoch sehr zufrieden.


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