Bionik: Die Hornisse als Solarzelle

Ein Insekt könnte den Schlüssel zu besseren Solarzellen liefern: Israelische Forscher haben entdeckt, dass die Orientalische Hornisse(öffnet im neuen Fenster) über einen sehr effizienten Mechanismus verfügt, um Sonnenlicht in elektrische Energie zu verwandeln.
Solarkraftwerk im Hinterleib
Das Team um Marian Plotkin von der Universität in Tel Aviv hat herausgefunden, dass die gelben und braunen Streifen auf dem Hinterleib des Insekts als Solarzelle fungieren: Der braune Teil weist Kerben auf, die das Licht einfangen. Die gelben Streifen enthalten das Pigment Xanthopterin(öffnet im neuen Fenster) . Dieser Stoff wandelt durch den Photovoltaischen Effekt das Sonnenlicht in elektrische Energie. Plotkin und seine Kollegen haben ihre Forschungsergebnisse in dem deutschen Fachmagazin Naturwissenschaften(öffnet im neuen Fenster) beschrieben.
Den Wissenschaftlern ist es gelungen, mit Hilfe von Xanthopterin eine Solarzelle zu bauen. Deren Wirkungsgrad ist jedoch nur sehr gering. Sie wollen die Struktur des Körpers besser verstehen, um so effizientere Solarzellen bauen zu können.
Aktiv am Nachmittag
Anlass, sich die Orientalischen Hornissen genauer anzuschauen, waren die Beobachtungen von Entomologen, dass diese zu anderen Tageszeiten aktiv waren als Wespen oder Bienen. So sind die Orientalischen Hornissen dann aktiv, wenn die Sonnenstrahlung intensiver ist, also am Nachmittag. Damit das Tier dabei nicht überhitzt, hat es zudem ein ausgeklügeltes Kühlsystem mit Wärmepumpen ausgebildet, haben die Forscher herausgefunden. Das System sorgt dafür, dass die Körpertemperatur des Insekts niedriger bleibt als die Außentemperatur.



