10-Zoll-Tablet: Lenovo zeigt Oak-Trail-Prototyp

Auf der CES hat Lenovo einen frühen Prototyp eines 10-Zoll-Tablets mit Intels neuer Oak-Trail-Plattform gezeigt. Dabei handelt es sich um Atom-Prozessoren, die speziell an Tablets angepasst wurden, aber noch nicht in großen Mengen verfügbar sind. Dementsprechend spart Lenovo auch an Details über das Gerät: Preis und Verfügbarkeit gab es auf Nachfrage nicht.
Zur Akkulaufzeit gab es immerhin eine Auskunft, so geht Lenovo derzeit von rund sechs Stunden Surfzeit aus und hofft, im weiteren Verlauf der Entwicklung noch längere Akkulaufzeiten realisieren zu können. Das Display ist erfreulich blickwinkelunabhängig. Vermutlich ist es ein IPS-Panel. Zudem verspricht Lenovo eine Helligkeit von 300 Candela/qm. Das wäre hell genug für Einsätze im Freien, allerdings spiegelt das Display.








Ähnlich wie HPs Slate besitzt Lenovos Tablet nicht nur einen kapazitiven Touchscreen, sondern auch einen Digitizer für die Nutzung eines Stifts, der unterschiedlichen Anpressdruck unterstützt. Eine Halterung für den Stift, der einem Tablet-PC entnommen wurde, besitzt das Gerät nicht. Eine Schutzhülle soll einen entsprechenden Platz bieten.
Dank Oak Trail hatte das Tablet bei der Vorführung keine Probleme mit der Darstellung von Full-HD-Videos. Außerdem war eine Anpassung der Oberfläche an die Fingerbedienung zu sehen. Schwer fällt die Klassifizierung. Dank der Stift-Unterstützung kann das Gerät auch durchaus als Tablet-PC durchgehen.
Der Prototyp ist aber nicht das einzige Tablet von Lenovo. Auch einen Hybrid mit Windows und Android hat Lenovo vorgestellt:
Tablet-Hybrid mit Android und Windows
Etwas konkreter wird Lenovo beim Lenovo Ideapad U1 Hybrid mit eingesetztem Lepad Slate. Das Ideapad hat den typischen Unterbau eines Windows-Laptops: Es befindet sich ein Core-i5-Prozessor im Notebook, allerdings als Ultra-Low-Voltage-Modell 540UM (1,2 bis 2 GHz). 2 GByte RAM und eine WLAN-Karte nach 802.11b/g/n sowie Bluetooth befinden sich ebenfalls im Gehäuse. Die Festplatte hat Platz für 320 GByte Daten. Außerdem gibt es einmal HDMI und einmal USB.
Dem Ideapad fehlt allerdings ein Display. Das steckt im andockbaren 10-Zoll-Tablet Lepad und hat eine für Tablets ungewöhnlich hohe Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Die Schnittstellen sind anders kombiniert. Neben WLAN und Bluetooth hat das Ideapad auch ein Modem von Qualcomm für mobiles Internet. Es beherrscht nicht nur UMTS für Europa, sondern arbeitet auch in CDMA-Netzen, wie es sie beispielsweise in den USA gibt (EV-DO bei Verizon und Sprint). Ob es sich dabei um ein Kombimodem oder um zwei für den jeweiligen Markt angepasste Geräte handelt, ist aus dem vorläufigen Datenblatt aber nicht ersichtlich.








Während das Notebook mit Windows 7 Home arbeitet, befindet sich im Tablet ein Android-2.2-System, das mit einem Qualcomm-Snapdragon-Prozessor arbeitet (1,3 GHz). Das Tablet kann zudem unabhängig auf 16 oder 32 GByte Flashspeicher zugreifen.
Die Laufzeit des Lepads wird mit acht Stunden angegeben. Es wiegt 760 Gramm und ist 13 mm dick. Zusammen mit dem Notebookuntersatz kommt das 10-Zoll-Gerät dann auf 1,8 kg und 33 mm Dicke. Es gehört damit zu den schwersten 10-Zoll-Notebooks.
Lenovo will das Lepad auch einzeln verkaufen. Der Preis liegt dann laut Lenovo bei 3.500 RMB, umgerechnet derzeit (Anfang Januar 2011) etwas mehr als 400 Euro und ohne Berücksichtigung der hiesigen Eigenschaften des Steuersystems. Damit deutet Lenovo auch an, dass zunächst der chinesische Markt bedient werden soll. Dort soll das Gerät noch im ersten Quartal 2011 auf den Markt kommen. Auf der CES-Webseite(öffnet im neuen Fenster) von Lenovo steht sogar, dass vorerst nur der chinesische Markt bedient werden soll.
Deutlich teurer wird das Lepad mit dem Notebook zusammen. Beide Geräte sollen 8.888 RMB kosten. Das sind rund 1.000 Euro.



