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Sicherheitswarnung: Windows-Fehler ermöglicht Ausführung beliebigen Codes

Microsoft warnt vor einem Sicherheitsleck in Windows , das Angreifer zur Codeausführung missbrauchen können. Bislang wird der Fehler wohl nicht aktiv ausgenutzt. Wann ein Patch erscheint, ist noch nicht bekannt.
/ Ingo Pakalski
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Windows-Logo
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Das Sicherheitsloch in Windows XP, Vista sowie Windows Server 2003 und 2008 steckt in den Grafikanzeigeroutinen des Betriebssystems. Bei der Darstellung von Vorschaubildern tritt ein Fehler auf, über den ein Angreifer Schadcode auf fremde Systeme schleusen und ausführen kann. Das Opfer muss lediglich dazu verleitet werden, eine entsprechend präparierte Webseite, Word- oder Powerpoint-Datei zu öffnen.

Nach Microsofts Aussage wurden bislang keine Attacken verzeichnet, die den Fehler ausnutzen. Windows 7 und Windows Server 2008 R2 sollen von dem Problem nicht betroffen sein.

Unklar äußert sich Microsoft dazu, wann ein Patch zu erwarten ist, um den Fehler zu korrigieren. Gemäß dem Security Advisory(öffnet im neuen Fenster) erscheint ein Patch, sobald dieser fertiggestellt und ausreichend getestet ist. In Microsofts Blogposting(öffnet im neuen Fenster) zu der Sicherheitslücke heißt es hingegen, dass das Sicherheitsloch nicht ganz die Kriterien dafür erfülle, die ein außerplanmäßiger Patch erfordere.

Um sich vor Angriffen zu schützen, empfiehlt Microsoft nur, die Zugriffsrechte für shimgvw.dll zu verringern. Das führt allerdings dazu, dass die Funktion der Vorschaubilder generell nicht mehr verfügbar ist.

Der nächste reguläre Patchday ist für den 11. Januar 2011 vorgesehen. Falls die Arbeiten an dem Patch bis dahin nicht abgeschlossen werden und es kein außerplanmäßiges Sicherheitsupdate gibt, würde es mindestens bis Februar 2011 dauern, bis der Fehler korrigiert wird. Kurz vor Weihnachten 2010 gab es bereits eine Sicherheitswarnung von Microsoft zum Internet Explorer . Wann der passende Patch erscheint, ist auch in diesem Fall bislang nicht bekannt.


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