Microsoft: Hotmail-Ausfall betrifft 17.355 E-Mail-Konten

Der Ausfall des Microsoft-E-Mail-Dienstes Hotmail betraf 17.355 Mailkonten. Das gab Chris Jones, Senior Vice President bei Microsofts Windows-Live-Sparte, in einem Blog des Konzerns(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Ursache seien Fehler bei der Lastverteilung zwischen Servern gewesen, auf denen die E-Mail-Postfächer liegen, erklärte Jones. Das Zugangsproblem bei den Hotmail-E-Mails sei nun gelöst und die E-Mails seien wieder verfügbar. Doch im Hotmail-Nutzerforum(öffnet im neuen Fenster) beklagen weiter einzelne Menschen, dass ihre E-Mails verschwunden seien. "Was ist mit all meinen gespeicherten E-Mails passiert?" , lautet die Frage in einem aktuellen Posting vom 4. Januar 2011. "Ich habe E-Mails verloren, die ich über elf Jahre hinweg gespeichert habe, darunter viele alte Kontakte."
Die Hotmail-Nutzer konnten über einen Zeitraum von bis zu drei Tagen keine E-Mails mehr senden oder empfangen, wie das Unternehmen schon am 2. Januar 2011(öffnet im neuen Fenster) erklärte. Die Postfächer der Nutzer waren leer oder die Mails waren in falschen Ordnern abgelegt. Im Hotmail-Nutzerforum beklagen Menschen in circa 492 Fällen Probleme mit verlorenen oder gelöschten E-Mails.
"Wie bei allen Vorfällen dieser Art werden wir eine umfassende Untersuchung der Ursache durchführen und Maßnahmen treffen, um zu verhindern, dass dies wieder passiert. Wir entschuldigen uns in aller Form für die Unannehmlichkeiten, die Ihnen, unseren Kunden und Partnern entstanden sein könnten" , erklärte Jones.
Microsoft hat nach eigenen Angaben und Berechnungen von Comscore über 360 Millionen Nutzer und ist damit einer der weltgrößten E-Mail-Provider. In Deutschland zählte Microsoft im Mai 2010 8,7 Millionen aktive Nutzer. Als aktiv gilt, wer mindestens einmal im Monat seinen Hotmail-Account nutzt. Microsoft hatte seinen Webmaildienst seit fünf Jahren nicht mehr beworben und startete im Sommer 2010 einen Relaunch.