Abo
  • Services:
Anzeige

Erlass der Regulierungsbehörde

In Italien ist Youtube Fernsehen

Angebote wie Youtube oder Vimeo müssen in Italien nun wie Fernsehstationen behandelt werden. Die Betreiber der Videoportale zahlen nicht nur Steuern, sondern müssen auch ihre Angebote deutlich mehr kontrollieren als bisher.

Die italienische Regulierungsbehörde Autorità per le Garanzie nelle Comunicazioni (Agcom) hat in den letzten Tagen des Jahres 2010 zwei Beschlüsse zu Videoportalen und Webradios gefasst. Danach werden Seiten wie Youtube, die nutzergenerierte Videos anbieten, in Italien künftig als Fernsehangebote behandelt, wie die Tageszeitung Repubblica berichtet. Die Agcom hatte Beschlüsse laut Repubblica bereits Ende November gefasst. Sie seien aber erst einen Monat später veröffentlicht worden.

Anzeige

Redaktionelle Kontrolle und wirtschaftliche Vorteile

Nach Ansicht der Agcom müssen zwei Bedingungen erfüllt sein, um Angebote wie Youtube oder Vimeo als Fernsehstation anzusehen. Die eine ist, dass irgendeine Art von redaktioneller Verantwortung ausgeübt werde. Dafür reiche es schon aus, dass Inhalte automatisch angeordnet werden, erklärte ein Agcom-Berater der Zeitung. Die zweite Bedingung ist, dass der Betreiber der Seite wirtschaftliche Vorteile aus den Videos ziehe, sprich: dass auf den Seiten Werbung geschaltet wird.

Für die Betreiber solcher Angebote bedeutet das nicht nur, dass sie künftig wie ein Fernsehsender Steuern in Höhe von 500 Euro pro Jahr zahlen müssen. Sie müssen auch ihre Seiten deutlich mehr kontrollieren. So müssen etwa Inhalte, von denen sich Nutzer beleidigt fühlen, innerhalb von 48 Stunden entfernt werden. Außerdem dürfen für Kinder ungeeignete Inhalte zu bestimmten Tageszeiten nicht angeboten werden.

Richter urteilen anders

Die Beschlüsse der Regulierungsbehörde widersprechen den letzten Urteilen, die Gerichte in unterschiedlichen Ländern in Prozessen gegen Internetangebote mit nutzergenerierten Inhalten gefällt haben. Die Richter befanden meist, dass die Betreiber nicht von sich aus nach Inhalten, die unrechtmäßig hochgeladen werden, wie etwa urheberrechtlich geschützte Videos oder gefälschte Produkte, suchen müssten. Es reiche, diese zu entfernen, wenn sie davon Kenntnis erhielten.

Die italienischen Behörden und vor allem das Medienunternehmen Mediaset, das dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gehört, streiten sich seit längerem mit Google wegen des Videoportals Youtube. So standen in Mailand mehrere hochrangige Google-Mitarbeiter vor Gericht, weil sie die Verbreitung eines Videos nicht verhindert hatten, das die Misshandlung eines autistischen Jungen durch Mitschüler zeigte. Mediaset hatte Youtube in Italien und Spanien wegen Urheberrechtsverletzung verklagt.


eye home zur Startseite
12345hfk 05. Jan 2011

Evtl sind gez und oeR ja doch gerechtfertigt (zumindest die "offizielle" argumentation...

SSD 04. Jan 2011

Ich habe mich auf ein Kommentar eines anderen bezogen und das hängt natürlich nur...

elgooG 04. Jan 2011

Tageszeit im Internet *arghh* Es ist nicht das erste Mal, dass sowas passiert und...

Lattenkasper 04. Jan 2011

Vielleicht will Berlossini dann auf Youtube Videos aus seiner Villa reinstellen: http...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. OPERATIONAL SERVICES GMBH & CO. KG, Frankfurt
  2. Universität Passau, Passau
  3. L-Bank Staatsbank für Baden-Württemberg, Karlsruhe
  4. Continental AG, Frankfurt


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 499,99€
  2. (-50%) 3,49€
  3. (-10%) 35,99€

Folgen Sie uns
       


  1. BMW-Konzept Vision E3 Way

    Das Zweirad hebt ab

  2. Pocket Camp

    Animal Crossing baut auf Smartphones

  3. DFKI

    Forscher proben robotische Planetenerkundung auf der Erde

  4. Microsoft

    Netzteil des Surface Book 2 ist zu schwach

  5. Lösegeld

    Uber verheimlicht Hack von 60 Millionen Kundendaten

  6. Foxconn

    Auszubildende arbeiteten illegal am iPhone X

  7. Meg Whitman

    Chefin von Hewlett Packard Enterprise tritt ab

  8. Fitbit Ionic im Test

    Die (noch) nicht ganz so smarte Sportuhr

  9. Rigiet

    Smartphone-Gimbal soll Kameras für wenig Geld stabilisieren

  10. Tele Columbus

    1 GBit würden "gegenwärtig nur die Nerds buchen"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Fire TV (2017) im Test: Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
Fire TV (2017) im Test
Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
  1. Neuer Fire TV Amazons Streaming-Gerät bietet HDR für 80 Euro
  2. Streaming Update für Fire TV bringt Lupenfunktion
  3. Streaming Amazon will Fire TV und Echo Dot vereinen

Universal Paperclips: Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
Universal Paperclips
Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
  1. Disney Marvel Heroes wird geschlossen
  2. Starcraft 2 Blizzard lästert über Pay-to-Win in Star Wars Battlefront 2
  3. Free to Play World of Tanks bringt pro Nutzer und Monat 3,30 Dollar ein

Smartphoneversicherungen im Überblick: Teuer und meistens überflüssig
Smartphoneversicherungen im Überblick
Teuer und meistens überflüssig
  1. Winphone 5.0 Trekstor will es nochmal mit Windows 10 Mobile versuchen
  2. Librem 5 Das freie Linux-Smartphone ist finanziert
  3. Aquaris-V- und U2-Reihe BQ stellt neue Smartphones ab 180 Euro vor

  1. Ein überdachter, exclusiver unterbrechungsfreier...

    Dietbert | 12:30

  2. Re: Apple-Hater-News

    FreierLukas | 12:30

  3. Re: The machine that builds the machine

    gadthrawn | 12:29

  4. Re: Also ich, Entwickler, Nerd, 23, Single bin...

    most | 12:27

  5. Re: Wie viele Millionen hat das DFKI inzwischen...

    MozartInAGoKart | 12:26


  1. 12:03

  2. 11:44

  3. 10:48

  4. 10:16

  5. 09:41

  6. 09:20

  7. 09:06

  8. 09:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel