Prognose: Deutscher PC-Markt wächst 2011 langsamer

Der Umsatz auf dem deutschen PC-Markt wird 2011 schwächer wachsen als im Vorjahr. Nach Berechnungen des IT-Branchenverbands Bitkom und der Marktforscher von IDC steigt der Umsatz um 6,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Im Jahr 2010 war der Umsatz noch um 8,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro gestiegen. Im Jahr 2009 fiel der PC-Umsatz sogar, obwohl die Zahl der verkauften Rechner durch die Nachfrage für Netbooks um 6 Prozent stieg.
Laut Bitkom-Berechnungen wurden im Jahr 2010 rund 13,7 Millionen PCs verkauft, was einem Zuwachs von 13 Prozent entspricht. Dabei brachte das Weihnachts- und Jahresendgeschäft "einen kräftigen Schub" . Jeder zehnte in Deutschland lebende Mensch kaufte sich im Jahr 2010 einen neuen Computer. Mehrheitlich kam die Nachfrage mit 60 Prozent der verkauften PCs von den privaten Kunden. 40 Prozent der Rechner erwarben Unternehmen und Behörden. Im Jahr 2011 soll die Absatzzahl um 12,3 Prozent auf 15,4 Millionen steigen.
Tragbare Computer machten im vergangenen Jahr 69 Prozent des PC-Marktes aus. Mit 9,5 Millionen Stück wurden 16 Prozent mehr mobile Computer verkauft als im Vorjahr. Die Zahl der verkauften Netbooks sank um 12 Prozent auf 1,7 Millionen. Laut Bitkom-Chef August-Wilhelm Scheer stehen Netbooks im direkten Wettbewerb mit Tablet-PCs. Beide Geräteklassen sprächen eine ähnliche Kundengruppe an, erklärte Scheer. Nach Bitkom-Berechnungen wurden 2010 rund 450.000 Tablet-PCs in Deutschland verkauft. Damit hat die Gerätegattung einen Anteil von 3 Prozent am Gesamtmarkt. Netbooks erreichten bei der Marktverteilung 13 Prozent.
Eine weitere neue Entwicklung ist das Comeback des stationären Rechners. Mit 4,2 Millionen Geräten wurden laut Bitkom erstmals wieder mehr PCs dieses Gerätetyps verkauft. Dabei waren All-in-One-Geräte, bei denen Prozessor, Festplatte und DVD-Brenner in das Bildschirmgehäuse integriert sind, am stärksten gefragt.