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Digitale Medien: Google plant digitalen Zeitungskiosk

Google konzipiert einen Onlinekiosk, über den Verlage digitale Medienprodukte für Android -Geräte anbieten können. Das Unternehmen verhandelt derzeit mit mehreren großen US-Verlagen über ein solches Angebot.
/ Werner Pluta
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Google möchte einen Onlinekiosk eröffnen, über den Nutzer von Android -Geräten digitale Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften kaufen können. Das Internetunternehmen berate derzeit mit Medienunternehmen darüber, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eingeweihte Quellen.

Digitale Medien für Android-Geräte

Über den Kiosk könnten Medienunternehmen kostenpflichtige Apps ihrer Produkte für Android-Tablets und -Smartphones anbieten. Dafür will Google einen Anteil der Einnahmen einbehalten. Das Unternehmen hat nach Angaben der Quellen zugesichert, weniger von den Verlagen zu verlangen als Apple . Noch seien die Pläne jedoch sehr vage. Es könne sogar sein, dass diese wieder in der Schublade verschwänden.

Zu den Verhandlungspartnern von Google gehören unter anderem die Verlage Time, Condé Nast und Hearst. Diese drei wollten zusammen mit den Verlagen Meredith und News Corporation eigentlich einen eigenen Onlinekiosk aufbauen , über den sie digitale Medienprodukte verkaufen wollten. Der Kiosk hätte, so die Idee, auch anderen Verlagen offenstehen sollen. Das Projekt wurde allerdings im vergangenen Herbst auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.

Konkurrenz für Apple und Amazon

Mit diesem Onlinekiosk möchte Google Apple und Amazon Konkurrenz machen, die bereits digitale Ausgaben von Printprodukten für iPhone und iPad sowie für den Kindle anbieten. Allerdings sind die Verlage derzeit nicht so glücklich mit der Apple-Lösung: Zum einen müssen sie knapp ein Drittel des Verkaufspreises an Apple abgeben. Zum anderen bekommt Apple die Daten der Käufer. Diese Daten sind für die Verlage jedoch sehr wichtig.

Apple will in Kürze den iTunes-Store umgestalten, um den Verlagen entgegenzukommen: So will das Unternehmen den Verlagen künftig mehr persönliche Daten der Käufer zur Verfügung stellen - vorausgesetzt, diese stimmen zu, dass Daten wie Name und Mailadresse weitergegeben werden. Außerdem soll es einfacher werden, über den Onlineshop neben Einzelausgaben auch Abonnements zu verkaufen.


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