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27C3 beendet

Viel Gesellschaftliches und kein Pfand

Der 27. Chaos Communication Congress (27C3) ist nach vier Tagen wieder vorbei. Eindrücke und empfehlenswerte Videobeiträge des Kongresses haben wir zusammengestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Fairy Dust vor dem BCC
Fairy Dust vor dem BCC

Dem diesjährigen 27C3 war es anzumerken, dass der Kongress größer und populärer geworden ist. Journalisten aus allen Medienbereichen waren da, auch ein Zeichen dafür, dass die Stimmen der Hackercommunity von der Politik und Gesellschaft mittlerweile ernst genommen werden. Einige Diskussionen wurden auch live im Radio übertragen.

Der Kongress platzt aus allen Nähten

Inhalt:
  1. 27C3 beendet: Viel Gesellschaftliches und kein Pfand
  2. Eine Auswahl wichtiger und guter Vorträge

Die Säle boten dieses Jahr häufiger nicht genug Platz, um alle Interessenten unterzubringen. Das Besuchermanagement funktionierte aber sehr gut: Die Hacker wurden auf der einen Seite eines Saals in Schüben hereingelassen und auf der anderen wieder herausgeschleust. Gedränge wurde durch die Organisation seltener, trotz der beengten Platzverhältnisse im Berliner Congress Center.

  • Rakete im Schnee: Dieses Jahr war es...
  • ... auf dem 27. Chaos Communication Congress kalt. [Fotos: (as)]
  • Für Berlin ungewöhnlich hohe Schneeberge.
  • Reges Treiben am ersten Tag kurz nach Mitternacht
  • Berliner Congress Center
Rakete im Schnee: Dieses Jahr war es...

Bereits in seiner Eröffnungsrede erwähnte Rob Gonggrijp, dass der CCC darüber nachdenken muss, ob der Kongress künftig in einem größeren Rahmen stattfinden sollte. Bleibt der Kongress im BCC, müssen bei dem zunehmenden Besucherandrang immer mehr Hacker zurückgewiesen werden. Andererseits ist die Organisation eines noch größeren Kongresses eine Herausforderung, bei der auch viel danebengehen kann.

Stream mit Macken

Die zeitweise über 5.000 Benutzer, die per Livestream teilnahmen, belasteten die Kommunikationsinfrastruktur übermäßig. Vor allem der Vortrag zum PS3-Hack hatte ein so großes Interesse erzeugt, dass der Stream nicht mehr stabil zu empfangen war. Immerhin schalteten sich auch Teilnehmer aus Australien und den USA hinzu. Zeitweilig fiel die Datenrate der Außenanbindung auf nur 20 MBit/s. Wer vor Ort war, konnte erstmals die Vorträge per DVB-T empfangen. Hier war das Signal stabil, außer jemand lief gerade mit einem funkstarken Mobiltelefon vorbei.

Whistleblowing und Datensammelwut

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  1. EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe
  2. DI Deutsche Immobilien Gruppe (DI-Gruppe), Düren

Hauptthema bei den Talks zu Gesellschaft und Politik war zweifellos die Vorratsdatenspeicherung. Die Hackergemeinde war stolz auf ihren Beitrag zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen die Datensammlerei. Nun wollen die Bürgerrechtsgruppen gegen die EU-Richtlinie vorgehen und europaweit Anhänger mobilisieren (4190). Zudem wollen die Gruppen auch einzelnen EU-Projekten genau auf die Finger schauen, etwa dem INDECT-Projekt (4237), das die visuelle Datenerfassung optimieren will.

Das Wikileaks-Projekt stellte sich vor einem Jahr erstmals auf dem 26C3 vor, damals mit Julian Assange und Daniel Domscheit-Berg alias Daniel Schmitt. Das Thema beschäftigte zahlreiche Redner auf dem 27C3, wenn auch nur peripher. So scherzte Microsoft-Mitarbeiter und Stuxnet-Analysierer Bruce Dang, wer wissen wolle, wer den Wurm geschrieben habe, müsse bei Wikileaks nachsehen. Andere bekundeten lautstark ihre Unterstützung für die Aktivistengruppe, etwa Jérémie Zimmermann von der Organisation Quadratur du Net in seinem Vortrag über die Gefährdung der Freiheit im Internet durch Acta und Co (4103).

Sorgenkind GSM

Fehler bei Mobilfunknetzen sind weiterhin ein großes Thema. Der mit dem Sicherheitsempfinden der 1990er Jahre entwickelte GSM-Standard ist ein großes Einfallstor. Lücken gibt es überall, sie sind teils mit einfachen Techniken zu entdecken und können ganze Mobilfunknetze gefährden.

Problematisch bleibt, dass viele Sicherheitsfunktionen von Netzbetreibern immer noch nicht umgesetzt werden. Dabei sind die Angriffe längst nicht mehr mit finanziellem Aufwand verbunden. Während beispielsweise die Polizei für Abhörmaßnahmen fünfstellige Euro-Beträge hinlegen musste, reicht heute ein wenige Euro billiges altes Handy, um Netze anzugreifen oder GSM-Nutzer abzuhören.

Eine Auswahl wichtiger und guter Vorträge 
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Lakota 03. Jan 2011

"Die Hacker freuten sich auch darüber, dass dieses Jahr kein Pfand auf die gekauften...

superhacker 02. Jan 2011

Kein Problem.

autor2011 01. Jan 2011

http://www.thiecom.de/3906.html aber dann kannst du dir auch gleich ne karte holen

Ickebana 01. Jan 2011

Oh ja, absolut. Nieder mit den bösen Regierungen und überlasst die guten Hacker das Feld!

fail0verflow 01. Jan 2011

würde gerne die Leute, die bei Sony arbeiten sehen wie die jetzt ausflippen.


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