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Open Source Initiative: Kartellamt soll Novell-Übernahme prüfen

Die Open Source Initiative (OSI) fordert das deutsche Kartellamt auf, den Verkauf von Novell-Patenten an ein Konsortium unter Führung von Microsoft im Rahmen der Übernahme von Novell durch Attachmate zu prüfen.
/ Jens Ihlenfeld
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Die OSI ist beunruhigt, was den Verkauf von Novell-Patenten an CPTN für rund 400 Millionen US-Dollar betrifft. Dem von Microsoft geführten Konsortium gehören auch Oracle, Apple und EMC an. Die Bedenken stießen beim deutschen Kartellamt auf offene Ohren, schreibt OSI-Präsident Michael Tiemann in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) . Daher habe sich die Open Source Initiative mit einem offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) an die deutschen Kartellwächter gewandt.

Nach Ansicht der OSI stellt der Verkauf der Novell-Patente an CPTN eine ernsthafte Bedrohung für den weiteren Einsatz von Open-Source-Software in Unternehmen, Regierungen und Verwaltungen, in Bildung und Forschung sowie bei gemeinnützigen Organisationen dar. Die beteiligten Unternehmen hätten eine lange Historie, die belegt, dass sie Open Source ablehnen und den Wert von Open Source falsch darstellen.

Daher befürchtet die OSI, die CPTN-Mitglieder könnten die weitgehend im Geheimen erworbenen Patente nutzen, um den Wettbewerb zu behindern und FUD (Angst, Unsicherheit und Zweifel) zu streuen. Zudem wirft die OSI die Frage auf, wer bestimmen darf, an wen die entsprechenden Patente in Zukunft zu welchen Konditionen lizenziert werden.

Vor diesem Hintergrund sollte die Übernahme genau geprüft werden und gegebenenfalls Auflagen erteilt werden, fordert die OSI und bietet ihre Hilfe bei der Untersuchung an.


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