Finanzierungsrunde: Groupon braucht 950 Millionen US-Dollar

Groupon plant, mit einer neuen Finanzierungsrunde weitere 950 Millionen US-Dollar in das Unternehmen zu holen. Wie das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hat der Betreiber der Gruppenrabattplattform am 17. Dezember 2010 im US-Bundesstaat Delaware die Ausgabe von 30,1 Millionen Vorzugsaktien im Wert von fast einer Milliarde US-Dollar beantragt. Damit würde das Unternehmen mit 7,8 Milliarden US-Dollar bewertet.
Auch die Investorenwebseite VC Experts(öffnet im neuen Fenster) hatte von dem Plan des Unternehmens zur Ausgabe der Aktien der G-Serie berichtet. In der nächsten Woche wolle Groupon in einer Einreichung an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) den Finanzierungsplan weiter ausführen. Groupon erklärte bei seinem Genehmigungsantrag in Delaware, dass noch nicht sicher sei, ob die neuen Aktien tatsächlich ausgegeben würden.
Google und Groupon hatten Anfang Dezember ihre Übernahmeverhandlungen ergebnislos beendet . Google hatte 5,3 Milliarden US-Dollar plus 700 Millionen US-Dollar bei Erreichung bestimmter Geschäftsziele geboten. Die Groupon-Eigner konnten sich aber nicht einigen. Ein Teil der Geldgeber Groupons wollte die Internetfirma lieber unabhängig weiterführen oder das Unternehmen an die Börse bringen.
Auf Groupon können Internetnutzer Gutscheine für Sonderangebote in ihrer Stadt in virtuellen Gruppen günstiger einkaufen. Groupon kündigte zur selben Zeit den Kauf des Marketingunternehmens Ludic Labs an und beschleunigte seine internationale Expansion mit dem Start von Groupon-Webseiten in Hongkong, Singapur, Taiwan und auf den Philippinen. Dafür wurden drei lokale Unternehmen in den Ländern übernommen.



