Trotz EU-Normen: Weiter keine einheitlichen Ladegeräte für Mobiltelefone

Die europäischen Normungsorganisationen CEN/CENELEC und ETSI haben Normen für einheitliche Ladegeräte für Mobiltelefone festgelegt. Das gab die EU-Kommission am 29. Dezember 2010 in Brüssel bekannt(öffnet im neuen Fenster) , die die Normierung in Auftrag gegeben hatte. Die Normen gelten für Mobiltelefone, die an einen Computer anschließbar sind. Die Inkompatibilität von Ladegeräten für Mobiltelefone sei nicht nur eine lästige Unannehmlichkeit für Nutzer, sondern auch ein erhebliches Umweltproblem, erklärte die EU-Behörde.
Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, sagte: "Jetzt ist es an der Industrie, ihren Teil beizutragen und mit dem Verkauf von Mobiltelefonen für das neue Ladegerät zu beginnen." Denn trotz Zusagen der Hersteller und des deutschen IT-Branchenverbands Bitkom sind die einheitlichen Ladegeräte immer noch nicht erhältlich.
Die Mobiltelefonhersteller hatten sich verpflichtet, die Kompatibilität der Ladegeräte auf der Grundlage des Micro-USB-Steckers als Schnittstelle zu gewährleisten. Die Vereinbarung wurde im Juni 2009 erzielt und von Apple, Emblaze Mobile, Huawei Technologies, LGE, Motorola Mobility, NEC, Nokia, Qualcomm, Research In Motion (RIM), Samsung, Sony Ericsson, TCT Mobile (Alcatel), Texas Instruments und Atmel unterzeichnet. 3 Group, AT&T, KTF, LG, Mobilkom Austria, Motorola, Nokia, Orange, Qualcomm, Samsung, Sony Ericsson, Telecom Italia, Telefonica, Telenor, Telstra, T-Mobile und Vodafone hatten eine Erklärung der Industrievereinigung GSM Association für einen einheitlichen Handy-Stromanschluss per Micro-USB-Port unterzeichnet.
Die EU-Kommission erwarte nun, dass die ersten mit den neuen Normen kompatiblen, einheitlichen Ladegeräte und Mobiltelefone im Verlauf der ersten Monate des Jahres 2011 auf dem EU-Markt erhältlich sein werden.