Interval Licensing: Microsoft-Gründer greift Android und iTunes an
Nachdem die Patentklage von Paul Allens Interval Licensing gegen AOL, Apple, eBay, Facebook, Google, Netflix, Office Depot, Officemax, Staples, Yahoo und Youtube Mitte Dezember 2010 abgewiesen wurde, da die Vorwürfe nicht klar genug ausgeführt waren, legt Allens Unternehmen nun nach. Die überarbeitete Klageschrift, die von der Seattle Times veröffentlicht wurde(öffnet im neuen Fenster) , enthält unter anderem konkrete Vorwürfe gegen Googles Smartphone-Betriebssystem Android, die Google-Suche, das Werbenetzwerk Adsense, den E-Mail-Dienst Google Mail sowie die Buchsuche Google Books.
So soll Android gegen das US-Patent Nr. 6,034,652(öffnet im neuen Fenster) und 6,788,314(öffnet im neuen Fenster) verstoßen, da entsprechende Geräte Text- und Sprachnachrichten, Chats und Kalendereinträge anzeigen, ohne den Nutzer dadurch zu stören.
Zwar wird auch Apple verklagt, doch das iPhone taucht in der Klageschrift nicht auf. Aufgeführt ist allerdings iTunes, das mit seiner Empfehlungsfunktion (Wer dies gesehen hat, hat auch Folgendes gekauft) gegen Intervals US-Patent Nr. 6,757,682(öffnet im neuen Fenster) verstoßen soll. Gegen das gleiche Patent verstößt nach Ansicht von Interval auch Facebook, da die Seite von anderen Nutzern eingestellte Inhalte je nach Verhalten des Nutzers anzeigt.
Die von Interval in der Klage angeführten Patente beschreiben grundlegende Internettechniken wie die Navigation durch audiovisuelle Daten mit einem Browser oder einen Softwaremechanismus, um Nutzer über Dinge zu informieren, die sie interessieren könnten. Es handele sich um Patente, die von Interval selbst für eigene Produkte entwickelt wurden, erklärte das Unternehmen, um nicht als Patenttroll dazustehen, der Patente einkauft, um sie für Klagen zu nutzen. "Interval Research hat früh Grundlegendes zur Entwicklung der Internetökonomie beigetragen" , begründete Allen-Sprecher David Postman die Klage.