Toshiba Storage Device: Toshiba übernimmt Fujitsus Festplattensparte komplett

Toshiba übernimmt die verbliebenen Anteile Fujitsus an einem Gemeinschaftsunternehmen, in dem die Partner Festplatten herstellen. Toshiba kaufte dafür den Bereich Forschung und Entwicklung von Fujitsu. Toshiba hielt 19,9 Prozent an der Firma, gaben die Partner am 28. Dezember 2010 in Tokio bekannt. Das Joint Venture wird aufgelöst und ist künftig der Konzernbereich Toshiba Storage Device, hieß es weiter. Zu den finanziellen Konditionen wurden keine Angaben gemacht.
Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu hatte den Großteil seiner Festplattensparte bereits im Januar 2009 an den Konkurrenten verkauft . Dieser soll laut einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei circa 340 Millionen Euro für den Konzernbereich gezahlt haben. Toshiba wurde mit der Übernahme zu einem der größten Hersteller von Festplatten für Notebooks und Navigationssysteme. Zuvor hatte Fujitsu mit Western Digital aus den USA und mit dem chinesischen Computerkonzern Lenovo verhandelt. Toshiba kaufte schließlich Fujitsus Festplattenproduktion bestehend aus Fabriken in Thailand und auf den Philippinen und den dazugehörigen Salesbereich. Fujitsu hatte in dem Festplattenbereich Verluste gemacht.
Fujitsu und Toshiba hatten bereits im Juni 2010 erklärt, ihre Mobiltelefonsparten zusammenlegen zu wollen. In dem Fall behielt Fujitsu die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen. Fujitsu wolle so sicherstellen, dass das Mobiltelefongeschäft profitabel bleibe und reagiere auf den Wettbewerbsdruck durch den erfolgreichen Start des iPhones in Japan. Der Zusammenschluss sollte im Oktober 2010 erfolgen und sollte helfen, Entwicklungskosten einzusparen.
Anfang Dezember 2010 hatte Toshiba eine sich selbst verschlüsselnde Festplatte auf den Markt gebracht . Das Laufwerk MKxx61GSYD fasste je nach Modell 160, 250, 320, 500 oder 640 GByte Daten. Die Verschlüsselung erfolgte über AES 256 Bit.