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Bestechung: Alcatel-Lucent zahlt 137 Millionen US-Dollar Strafe

Alcatel-Lucent zahlt eine Strafe an die US-Börsenaufsicht, weil der Konzern Schmiergelder an Regierungsvertreter gezahlt habe, um Aufträge zu bekommen. Die Gelder flossen über Consultingfirmen.
/ Achim Sawall
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Alcatel-Lucent (Bild: Alcatel-Lucent)
Alcatel-Lucent (Bild: Alcatel-Lucent)

Alcatel-Lucent zahlt zur Beilegung einer Klage in den USA wegen Bestechungsvorwürfen 137 Millionen US-Dollar Strafe. Der französisch-amerikanische Telekommunikationsausrüster soll in der Zeit vor 2006 Schmiergelder an Regierungsvertreter in Lateinamerika und Asien gezahlt haben, gab die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) am 27. Dezember 2010 in Washington bekannt. Alcatel-Lucent zahlte 92 Millionen US-Dollar an das Justizministerium und 45 Millionen US-Dollar an die SEC. Die Einigung war bereits im Dezember 2009 vereinbart worden. Mit der Zahlung ist kein Schuldeingeständnis des Gemeinschaftsunternehmens verbunden.

Mitarbeiter von Alcatel-Lucent sollen in der Zeit von Dezember 2001 bis Juni 2006 Bestechungsgelder in Höhe von 8 Millionen US-Dollar an Regierungsvertreter in Costa Rica, Honduras, Malaysia und Taiwan geleitet haben, um in den Ländern Aufträge zu erhalten. Die Gelder wurden über Consultingfirmen gelenkt, sagte SEC-Director Robert Khuzami. "Alcatels Bestechungssystem war das Produkt einer laxen Unternehmenskontrolle." Alcatel müsse unter anderem die Gewinne zurückzahlen, die mit den illegal erlangten Aufträgen gemacht wurden.

Alcatel-Lucents Chefjustiziar Steve Reynolds sagte, die meisten der Verstöße seien vor der Fusion von Alcatel und Lucent Technologies am Jahresende 2006 erfolgt. Er sagte, das Unternehmen habe sich seitdem stark geändert. "Wir übernehmen Verantwortung dafür und bedauern, was passiert ist. Wir haben Richtlinien und Verfahren umgesetzt, um diese Verstöße künftig zu verhindern" , so Reynolds.


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