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Wurm: 40 Stunden gegen Stuxnet

Infektion per Tastaturlayout

Auf Windows-XP-Systemen gibt es diese Lücke nicht, dennoch konnte der Wurm auch hier das Rootkit installieren. Dang fiel bei der Analyse unter Windows XP auf, dass Stuxnet in der Datei Win32k.sys etwas suchte. Dann entdeckte er, dass Stuxnet über NtVirtualAllocateMemory Speicher alloziert und dass Tastaturlayouts geladen werden. Während ab Windows Vista die Layouts nur aus dem %system%-Pfad lädt, können sie unter Windows XP überall liegen.

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Im Kernel-Modus wird aus den Layoutdateien ein Integerwert geladen, der als Index dient. Dabei wurde die Feldgrenze des geladenen Index aber nicht überprüft. Durch den daraus resultierenden Pufferüberlauf konnte Code mit erhöhten Rechten ausgeführt werden.

Drucker-Spooler als Wurmträger

Zudem verbreitete sich der Wurm unkontrolliert über das Netz. Hier kamen die Entwickler auf eine weitere Schwachstelle im Drucker-Spooler unter Windows XP. Da auch Gäste auf freigegebene Drucker im Netz zugreifen können, sie aber eigentlich nicht genügend Rechte besitzen, um den Druckauftrag auszuführen, übernimmt der Spooler den Auftrag und führt ihn als Systembenutzer aus.

Stuxnet gab über den Spooler den Befehl aus, Druckaufträge in eine Datei zu schreiben und verbreitete so eine EXE- und MOF-Datei. Diese Schwachstelle wurde mit Hilfe der zuständigen Programmierer ebenfalls behoben.

Zeitfresser Patcherstellung

Für die Analyse von Stuxnet haben Dang und seine Kollegen etwa 40 Stunden gebraucht, verteilt auf einen Zeitraum von drei bis vier Tagen. Sie wurden immer wieder von den neuen Sicherheitslücken überrascht - was Dang in seinem Vortrag häufig mit "What the fuck, dude." kommentierte. Eine große Hilfe war zudem das Moskauer Kaspersky-Team, das auf die Spooling-Lücke hingewiesen hatte, sagte Dang. Microsoft und Kaspersky haben ihr Wissen während der gesamten Zeit geteilt, obwohl Microsoft darauf aus war, zuerst mit der Analyse von Stuxnet fertig zu werden.

Die Entwicklung und das Testen der Patches hat dann allerdings länger gedauert. Die letzte Sicherheitslücke von Stuxnet wurde erst Mitte Dezember 2010 beseitigt. Hin und wieder wurde auch ein Patch verworfen, denn er hätte zu Kompatibilitätsproblemen führen können. Nachdem die letzte Lücke geschlossen wurde, darf Dang auch offen über die Sicherheitsprobleme sprechen - was er unumwunden tat.

 Wurm: 40 Stunden gegen StuxnetWer war's? 

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oldman 29. Dez 2010

Also erstmal ist jede A-Bombe eine zuviel, egal in wessen Besitz sie ist. Weiterhin...

Fuscher 29. Dez 2010

Den Artikel gelesen? Falls nein: Die Macher von Stuxnet, davon kann ausgegangen werden...

SPS Experte 29. Dez 2010

Jaein. Die (produzierenden) Maschinen selber laufen nicht unter Windows, aber die...

Loolig 29. Dez 2010

Also ich finde den O-Ton in diesem, Fall wesentlich amüsanter.. :)



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