Eutelsat

Internetsatellit Ka-Sat in den Orbit befördert

Eutelsats Internetsatellit Ka-Sat ist in der vergangenen Nacht erfolgreich gestartet. Er soll Endkunden eine Datentransferrate von bis zu 10 MBit/s bieten. Die Trägerrakete hatte zuvor versagt und der Start musste verschoben werden.

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Ka-Sat (Bild: Eutelsat)
Ka-Sat (Bild: Eutelsat)

Der zweite europäische Satellit für schnelle Internetverbindungen ist erfolgreich gestartet. Der Start des 6,1-Tonnen-Satelliten erfolgte am 26. Dezember 2010 um 22:51 Uhr in Baikonur in Kasachstan mit einer Proton-Breeze-M-Trägerrakete von International Launch Services (ILS), gab der französische Satellitenbetreiber Eutelsat in Paris bekannt. Nach neun Stunden und zwölf Minuten trennte sich Ka-Sat von der letzten Antriebsstufe und gelangte in den geostationären Transferorbit. Das Eutelsat-Kontrollzentrum empfing die Telemetriesignale des Satelliten und die Sonnensegel gingen in den Betrieb. Ka-Sat wird 36.000 km über dem Äquator auf 9 °Ost positioniert.

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Ende November 2010 war bereits der Hylas-1-Satellit von dem Londoner Unternehmen Avanti Communications in den Orbit gebracht worden. Während Hylas-1 circa 300.000 Haushalte mit Internet versorgen soll, ist der Ka-Sat auf zwei Millionen Haushalte in unterversorgten Gebieten ausgelegt, die den Endverbraucher mit bis zu 10 MBit/s versorgen sollen.

Eutelsat-Chef Michel de Rosen sagte: "Diese neuen Ressourcen werden insbesondere Internet Service Provider in die Lage versetzen, Verbrauchern und Unternehmen Internetverbindungen in Gegenden bereitzustellen, die bisher über terrestrische Netze nicht versorgt sind." Eutelsat habe dazu bereits 70 Verträge mit Providern abgeschlossen. Weitere würden 2011 folgen, erklärte de Rosen weiter. "Es dauert normalerweise ein paar Wochen, bis ein Satellit nach dem Start in Betrieb geht. In diesem Fall sind es eher ein paar Monate. Wir erwarten, dass der Ka-Sat in der zweiten Hälfte des zweiten Quartals 2011 voll arbeitet."

Der Multispotbeam-Satellit biete laut dem Betreiber eine Nutzlast von 82 schmalen Spotbeams, die mit zehn Bodenstationen verbunden seien. Der Datendurchsatz soll bei über 70 GBit/s liegen. Jeder Spotbeam stellt eine Kapazität von 900 MBit/s bereit, die sich in einen Hin- und Rückkanal aufteilen. Damit ergäben sich auch neue Ressourcen für regionales Fernsehen, Nachrichtenübertragungen und die Anbindung lokaler Netze an den Internetbackbone, so Eutelsat weiter.

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Der Ka-Sat sollte bereits am 20. Dezember 2010 abheben. Weil die russische Proton-Trägerrakete zuvor beim Transport von drei Glonass-Satelliten versagt hatte, musste der Start verschoben werden. Die Glonass-Satelliten landeten im Pazifik, weil die Rakete übertankt und damit zu schwer wurde.

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