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Owned and Exposed: Rundumschlag einer Hackergruppe im Netz

Zum Weihnachtsfest hat eine Hackergruppe mehrere Server diverser Hacker- und Cracker-Gruppierungen geknackt. In einem E-Zine beschreiben die Hacker, die sich als Watchmen der Szene sehen, was sie gegen einige Gruppen getan haben und drohen mit Wiederholung der Angriffe.
/ Andreas Sebayang
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Eine Gruppe von Hackern, die sich "The Happy Ninjas" nennt, hat das Untergrundforum von carders.cc ausgeschaltet. In diesem Forum, das vor einem halben Jahr schon einmal Ziel eines Angriffs war, wurde mit Kreditkartendaten gehandelt. Owned and Exposed, so der Name des E-Zines, welches die Angriffe und die Intention dahinter erklärt, listet neben carders.cc auch weitere Ziele, die allerdings nichts mit Kreditkartenklau zu tun haben. Darunter fallen inj3ct0r, ettercap, Offensive Security mit der exploit-db und backtrack sowie free-hack.

Besonders interessant ist der Angriff auf die Exploit-DB und Offensive Security. Es ging offenbar in erster Linie darum, Offensive Security bloßzustellen. The Happy Ninjas wundern sich offen, warum überhaupt jemand die Kurse von Offensive Security besucht. Ursprünglich hat Inj3ct0r behauptet, sie seien für den Angriff verantwortlich. Offenbar hat Inj3ct0r damit die Happy Ninjas verärgert und wurde selbst zu einem Angriffsziel. Die Exploit-DB hat trotz des Hacks das E-Zine in seine Papers-Sektion aufgenommen(öffnet im neuen Fenster) . Außerdem gibt es eine Stellungnahme zu dem Hack(öffnet im neuen Fenster) .

Ettercap wurde gehackt, weil die Inhalte laut der Happy-Ninjas auf dem Sourceforge-Server unsicher waren. Das Projekt selbst ist schon lange inaktiv, allerdings ist die Gruppe der Meinung, dass dies Nachlässigkeit nicht rechtfertigt. Wer Ettercap installiert hat, sollte die Installation wohl nochmal überprüfen, so die Hacker.

Free-Hack wird als Brutstätte für arrogante Skript-Kiddies angesehen und ist deswegen Ziel des Angriffs geworden. Weitere Angriffe auf Free-Hack wurden bereits angekündigt. Illegale Aktivitäten haben die Happy Ninjas allerdings nicht bei Free-Hack ausmachen können.

Nicht alle der angegriffenen Objekte sind tatsächlich abgeschaltet. Im Rahmen der Angriffe haben die Happy Ninjas auch diverse Interna veröffentlicht. So wurden SQL-Dumps von Free-Hack, Inj3ct0r und carders veröffentlicht.

Die Gruppe sieht sich selbst als sogenannte Watchmen, also Aufpasser der Szene. Wann immer eine Gruppierung zu groß werde und zu viel Unwesen treibe, werde sie ausgeschaltet, so das erklärte Ziel, das mit dem zweiten Angriff der Gruppe belegt wird. Die Gruppe bezweifelt nicht, dass sie sich selbst mit ihren Aktionen im illegalen Raum bewegt, sieht allerdings keine Alternative.

Ferner kritisiert die Gruppe in ihrem E-Zine die Medien. Viele Berichte über den ersten Carders-Hack wurden geschrieben, ohne das erste E-Zine überhaupt gelesen zu haben, so die Behauptung der Hacker. Sie stören sich daran, dass zu viel von Medium zu Medium zitiert wurde, ohne dass die Originalquelle gelesen wurde.


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