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Racetrack-Speicher: IBM-Forscher verschieben Domänenwände äußerst schnell

IBMs Racetrack-Speicher nutzt den Spin von Elektronen, um Daten zu speichern und soll damit zu einer Art Universalspeicher werden, der Festplatte und Flash-Speicher ersetzt. Bei der Entwicklung der Technologie machte die IBM-Forschung nun nennenswerte Fortschritte.
/ Jens Ihlenfeld
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Seit rund sechs Jahren arbeitet IBM an seinem Racetrack-Speicher(öffnet im neuen Fenster) . Die neue Technik soll langfristig Flash-Speicher und Festplatten ersetzen. Gespeichert werden die Informationen nicht mehr in Form von Ladungen oder Magnetfeldern. Stattdessen werden magnetische Domänenwände über einen Nanodraht verschoben, und zwar mit umgerechnet 100 Metern pro Sekunde. Die Zugriffszeiten bewegen sich dabei im Bereich unter einer Nanosekunde, sind also mehrfach geringer als bei Flash-Speichern. Zudem soll es anders als bei Flash keine Abnutzungserscheinungen geben.

Bei der Kontrolle dieser Domänenwände vermelden IBMs Forscher nun einen großen Fortschritt: Sie seien in der Lage, die Platzierung der Domänenwände präzise zu kontrollieren. Über elektronische Pulse können sie die Domänenwände mit einer Geschwindigkeit von mehreren hundert Kilometern pro Stunde bewegen und exakt an der gewünschten Stelle platzieren. So kann in einer Milliardstel Sekunde auf große Datenmengen zugegriffen werden.

Als Festplattenalternative soll sich der Racetrack eignen, weil er bewegungslos arbeitet. Medium und Schreib-/Lese-Kopf stehen fest und sind per Halbleitertechnik gefertigt. Da der Racetrack auch die dritte Dimension ausnutzt, soll seine Datendichte laut IBM rund 100-mal höher liegen als bei heute verfügbaren Festplatten.


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