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CMOS-Sensoren: Sony kauft offenbar Cell-Prozessorfabrik zurück

Nach langer Zeit des Abbaus benötigt Sony jetzt wieder mehr Produktionskapazität. Eine vor zwei Jahren an Toshiba verkaufte Fabrik geht zurück an Sony. Dort sollen künftig CMOS-Sensoren gefertigt werden.
/ Achim Sawall
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Weitere Toshiba-Fab in der Oita-Präfektur (Bild: Toshiba)
Weitere Toshiba-Fab in der Oita-Präfektur (Bild: Toshiba)

Sony kauft laut einem japanischen Medienbericht eine Chipfabrik von seinem Konkurrenten Toshiba zurück. Der Preis für die Halbleiterfertigung in der Nagasaki-Präfektur liegt bei circa 50 Milliarden Yen (461 Millionen Euro), berichtet die japanische Tageszeitung The Nikkei(öffnet im neuen Fenster) .

In der Fab 2 hatte Sony die Cell-Prozessoren und den Grafikchip RSX der Spielekonsole Playstation 3 in 65 Nanometern Strukturbreite gefertigt. Im März 2008 hatte Toshiba für rund 576 Millionen Euro die Fertigungslinie für 300-Millimeter-Wafer der Fab 2 gekauft . Toshiba rüstete die Fab 2 laut dem Nikkei-Bericht für die CMOS-Fertigung um. Der japanische Elektronikkonzern Sony wolle die Fabrik jetzt für den Ausbau seiner Fertigung nutzen, um seine CMOS-Kapazität für Smartphones und andere Geräte zu verdoppeln, so die Zeitung.

Sony nehme für die Übernahme Subventionen des japanischen Wirtschaftsministeriums in Anspruch. Der Kauf einer bestehenden Fabrik koste weitaus weniger als die Errichtung einer neuen Anlage, die 100 Milliarden Yen (922 Millionen Euro) erfordern würde. Nach der Übernahme der Fab 2 ist ein Ausbau der Anlage durch Sony möglich.

Gemessen am Produktionsvolumen war Sony 2010 der sechstgrößte CMOS-Hersteller, so Nikkei. Die Kapazität von Sonys CMOS-Fabrik in der Kumamoto-Präfektur soll um 40 Prozent gesteigert werden. Zusammen mit der Übernahme der Toshiba-Fabrik in Nagasaki soll die Kapazität auf 40.000 Siliziumwafer im Monat verdoppelt werden. Im September 2010 hatte Sony bereits angekündigt, 40 Milliarden Yen in die Fertigung seiner CMOS-Sensorproduktion zu investieren, um mehr aktive Pixelsensoren der Marke Exmor und Exmor R zur Lichtmessung herstellen zu können.

Toshiba werde seine CMOS-Sensor-Produktion künftig auf seine Fabrik in der Oita-Präfektur konzentrieren und den Standort ausbauen. Dort fertigt Toshiba derzeit mit 300-mm-Wafern.


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