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ARM: Development Studio DS-5 v5.3 veröffentlicht

Der Prozessorentwickler ARM hat Version 5 seiner Entwicklungswerkzeuge veröffentlicht. Mit dem Developer Studio 5 DS-5 lassen sich Linux- und Android-Kernel auf einer Vielzahl von Plattformen entwickeln und optimieren.
/ Jörg Thoma
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Mit der Veröffentlichung des Developer Studio in Version 5.3(öffnet im neuen Fenster) hat ARM die Unterstützung seiner aktuellen Prozessorreihe in den eigenen Entwicklerwerkzeugen ausgebaut. Mit DS-5 können Linux- oder Android-Kernel für den Cortex-A9 entwickelt werden. Die DS-5 Linux Edition kann auch bei der Entwicklung von Treibern verwendet werden. Dabei kommt Dstream für die Fehlersuche und die Ablaufverfolgung zum Einsatz. Mit der Linux Edition kann auch der Bootloader analysiert und bearbeitet werden.

ARM Streamline Tutorial
ARM Streamline Tutorial (02:29)

DS-5 bietet Zugang zu den Registern des Co-Prozessors. Zudem können Hardware- und Datenhaltepunkte über das Entwicklungswerkzeug aktiviert werden. Außerdem kann der Ablauf von Befehlssätzen verfolgt werden, um Softwarefehlern auf die Spur zu kommen und leistungsrelevanten Code zu analysieren.

Für die Analyse der Kernel bietet DS-5 Informationen zu Threads, Prozessen und ladbaren Modulen. Zudem zeigt DS-5 die im Speicher abgebildeten Peripherie-Register an, so wie sie in den Spezifikationen der unterstützten Plattformen stehen. Damit sollen sich Programmierer den Griff zu den Datenblättern sparen können, wenn sie Treiber entwickeln.

Die kleinere Variante des Developer Studio 5 mit dem Namen Application Edition ist für die Entwicklung von Applikationen gedacht und verbindet sich über Ethernet oder USB mit den entsprechenden Geräten. Die Application Edition bietet wie die Linux Edition einen Cortex-A8-Real-Time-Simulator, die GNU Compilation Tool Chain, einen Streamline Performance Analyzer und User Space Debugging. Ihm fehlt lediglich die Möglichkeit, mit Kernel und Bootloader zu arbeiten.

Bislang unterstützt DS-5 unter anderem Hardware von Atmel, Freescales i.MX27 und i.MX31, den LPC32xx von ST sowie die OMAP34xx- und OMAP-L13x-Chips von Texas Instruments, die in einem Dropdown-Menü in der Eclipse-IDE ausgewählt werden können. Später sollen weitere SoCs hinzukommen.

Das Entwicklungswerkzeug kann kostenfrei für 30 Tage getestet(öffnet im neuen Fenster) werden. Für die Linux-Edition sind danach 3.750 US-Dollar für eine Floating-Lizenz fällig(öffnet im neuen Fenster) , eine rechnergebundene (Node-Locked) Lizenz kostet 3.000 US-Dollar. Die Application Edition schlägt mit 1.250 US-Dollar für eine Floating-Lizenz zu Buche, für die rechnergebundene Lizenz verlangt ARM 1.000 US-Dollar. Developer Studio 5 ist für Windows XP SP3 32-Bit, Windows 7 32- und 64-Bit und Red Hat Enterprise Linux 5 Desktop und Workstation in der 32- und 64-Bit-Version erhältlich.


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