Julian Assange: Anwalt schwedischer Klägerinnen erläutert Vorwürfe

Julian Assange wird beschuldigt, in Schweden zwei Frauen vergewaltigt zu haben. Die schwedischen Behörden hatten diesen Vorwurf zwar schon einmal in eine sexuelle Nötigung umgewandelt , nun heißt es aber wieder: Vergewaltigung . Die beiden Frauen werden von Claes Borgström vertreten, der nun Cnet(öffnet im neuen Fenster) die Vorwürfe erläutert hat.
Unterstützung bekommt der Anwalt dabei vom Stockholmer Strafrechtsprofessor Peter Asp. "Unser Verständnis von Vergewaltigung ist weiter gefasst als in vielen anderen Ländern" , sagte er dem US-Medium. So gilt es auch als Vergewaltigung, wenn sich das Opfer in einer "hilflosen Situation" befindet.
Wie der britische Guardian aus den Ermittlungsakten(öffnet im neuen Fenster) berichtet hatte, soll Assange mit einer der Frauen Sex gehabt haben, während diese geschlafen hat. Professor Asp dazu: "Taten gegen eine schlafende Person werden als Vergewaltigung angesehen, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Gewaltanwendung gehört nicht dazu." Julian Assange weist die Vorwürfe zurück.
Anwalt Borgström hat zudem dementiert, mit den von Wikileaks-Unterstützern immer wieder vermuteten Einflussnahmen der USA zu tun zu haben. Vielmehr vertrete er als Anwalt zwei "ganz normale Frauen" , die zudem selbst Unterstützer der Enthüllungsplattform seien. Dem Bericht des Guardian(öffnet im neuen Fenster) zufolge hatte Assange bei einer der beiden Frauen über eine Woche während seines Besuchs in Schweden gewohnt.