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Libroid statt E-Book

Ein neues Konzept für Bücher im digitalen Zeitalter hat sich auch der Wissenschaftsjournalist und Autor Jürgen Neffe ausgedacht: das Libroid. Dieses und nicht das E-Book sei "die zeitgemäße Antwort auf die Digitalisierung von Gutenbergs Erbe", schreibt Neffe auf seiner Website. Das erste Libroid, eine Transponierung von Neffes Buch über Charles Darwin, soll dieser Tage als iPad-Applikation zur Verfügung stehen. Darin beschreibt Neffe eine Reise, die er auf den Spuren des britischen Naturforschers unternommen hat.

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Das Libroid besteht aus drei Spalten. Die mittlere Spalte ist dem Text vorbehalten, durch den der Leser wie durch eine antike Schriftrolle scrollt, statt darin zu blättern, wie Neffe im Gespräch mit Golem.de erklärte. Die beiden Spalten links und rechts bieten Platz für Ergänzungen. Die Spalten sind so miteinander verschränkt, dass die Inhalte der drei Spalten immer zueinander passen. Wird also in einer Spalte gescrollt, laufen die beiden anderen mit.

Multimediale Ergänzung

Links findet der Leser Bilder, die den Text illustrieren. Tippt er auf ein Bild, öffnet sich eine bildschirmgroße Ansicht. Die Fotos könnten mit der Zeit ergänzt und im Zuge eines Updates auf das Lesegerät übertragen werden, sagte Neffe. Die rechte Spalte bietet verschiedene Inhalte: So findet der Nutzer dort beispielsweise Links zu themenverwandten Websites und Videos. Oder er kann dort das englische Originalzitat nachlesen, wenn Neffe Darwin aus der deutschen Übersetzung zitiert. Im Kopf der Spalte ist ein Globus, der anzeigt, welchen Teil der Welt der Autor gerade beschreibt. Schließlich kann der Nutzer eigene Notizen machen, die ebenfalls in der rechten Spalte landen.

Das digitale Buch bietet zudem die Möglichkeit, Leser untereinander zu vernetzen. Sie können eine Art virtuellen Lesezirkel bilden und sich gegenseitig ihre Anmerkungen zukommen lassen. Beim Aufschlagen wird das Libroid jeweils synchronisiert. Auf diese Weise verändere sich das Buch ständig, erklärt Neffe. So unterscheide sich nach kurzer Zeit jedes Libroid vom anderen.

Erst iPad, dann weitere Plattformen

Das erste Libroid werde für das iPad veröffentlicht, weil es derzeit das einzige Gerät sei, auf dem das digitale Buch angemessen dargestellt werde, sagte Neffe. Allerdings soll es dabei nicht bleiben: Die Libroide könnten einfach und in kurzer Zeit auch für andere Plattformen - Android, Blackberry, Windows und Mac OS - portiert werden.

An Interesse seitens der Autoren mangele es nicht, erzählte Neffe. Und es seien nicht nur Sachbuchautoren, für die das Libroid auf den ersten Blick besonders geeignet zu sein scheint, die das ausprobieren wollten, sondern auch Schriftsteller. Die Umsetzung eines vorhandenen Romans als Libroid sei in Arbeit, verriet Neffe. Es gebe aber auch Pläne, Romane zu schreiben, die die Möglichkeiten, die das Libroid biete, ausschöpfen sollen. Viele Autoren warteten geradezu darauf, nichtlinear zu erzählen, sagte Neffe.

Echte E-Books in Sicht

Es gibt also durchaus Bemühungen, aus E-Books mehr zu machen als die bloße digitale Entsprechung eines analogen Textes. Bis zur Illustrierten Fibel für die junge Dame dürfte es aber noch dauern.

 Text und mehr
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nuffi 29. Dez 2010

braucht man im digitalen zeitalter noch bücher? ich finde man sollte zwischen dem...

Brainfreeze 28. Dez 2010

Wieso eigentlich Archos 101? Du hast doch wohl nicht schon Dein heißgeliebtes WeTab...

Makake 28. Dez 2010

Kann man nicht über Funkschnittstelle o. ä. zensieren.

iPod Touch 28. Dez 2010

Ich habe schon mehrere Bücher auf meinem iPod Touch gelesen. Wüßte nicht, warum ein iPad...

Blair 27. Dez 2010

Da sind doch Kinderkrankheiten. Eine kleine, nicht veränderbare Schriftgröße ohne...


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