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Text und mehr

Doch auf das Angebot an E-Books hat das bisher wenig Einfluss gehabt. Die meisten sind lediglich gescannte und mit einer OCR-Software bearbeitete Texte. Multimediale Anreicherungen sind selten; es gibt sie zum Beispiel im Bereich der Lesesoftware: Einige der E-Book-Reader, darunter die neuen Geräte des ukrainischen Herstellers Pocketbook oder Amazons neuer Kindle, verfügen über ein Sprachsynthesesystem, das es ermöglicht, Text als Sprache auszugeben. Auch die von Ray Kurzweil mitentwickelte E-Book-Software Blio verfügt über diese Funktion, die Verlagen und Autoren ein Dorn im Auge ist.

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Mehrfach haben Verlage in den USA, wo die E-Books schon eine deutlich größere Rolle spielen als hierzulande, behauptet, multimediale Zugaben sollten Verkäufe ankurbeln. Und nicht nur das: Die Verleger hoffen, dass die Kunden bereit sind, für die E-Books mit Bildern, Videos oder einem Interview mit dem Autor mehr Geld auszugeben als für eine reine Textausgabe. Ob diese Rechnung aufgeht, bleibt abzuwarten.

Experimentell

Diese Bücher sind allerdings nur der Versuch, vorhandene Literatur multimedial anzureichern. Sie gehen also kaum über die klassische Illustration eines Buches hinaus. Einen Schritt weiter geht die Electronic Literature Organization (ELO). Die 1999 gegründete Gruppe hat sich der Weiterentwicklung der Literatur im digitalen Zeitalter verschrieben. 2006 brachte die ELO eine CD mit elektronischer Literatur heraus, die auch über das Web abrufbare Collection 1. Auf der Suche nach neuen Erzählformen experimentierten die Autoren mit diversen Effekten und Möglichkeiten, die der Computer bietet. Ein ausgedehntes Schmökererlebnis wie etwa Leo Tolstois Krieg und Frieden, John Ronald Reuel Tolkiens Herr der Ringe oder Tad Williams' Cybertetralogie Otherland bieten sie aber nicht. Auch dürften sich diese recht experimentellen Werke eher weniger für den Massenmarkt eignen.

Digitales Lehrbuch

In den USA entwickelt die US-Stiftung EO Wilson Biodiversity Foundation ein digitales Lehrbuch für Biologie, das auf allen möglichen Plattformen läuft. Ziel ist es, auch komplexe biologische Vorgänge anschaulich darzustellen. Dazu setzen die Autoren außer auf Texte auf multimediale Elemente: Bilder, Interviews mit Nobelpreisträgern, Videos oder aufwendige Animationen von biologischen Vorgängen sollen auf moderne Art und Weise Wissen vermitteln. Ein genuin digitales Buch hat zudem den Vorteil, dass es auf einfache Weise aktuell gehalten werden kann. Das ist wichtig in einem Bereich wie der Biologie, wo die Forschung so schnell voranschreitet, dass ein gedrucktes Buch schon veraltet sein kann, wenn es in den Buchhandel kommt.

Die von dem Biologen Edward Osborne Wilson gegründete Stiftung entwickelt das interaktive Lehrbuch, das den Titel Life on Earth tragen soll, komplett selbst. Die Entwicklung finanziert die Stiftung über Spenden, die unter anderem von dem US-Biotechnologie-Unternehmen Life Technologies über dessen Stiftung kommen. Wegen dieses Modells will die EO Wilson Foundation das Buch nicht als kommerzielles Produkt auf den Markt bringen, sondern es kostenlos verteilen. Das erste Kapitel sollte eigentlich noch 2010 Jahr zur Verfügung stehen.

 Digitale Literatur 2010: Wo bleibt das echte E-Book?Libroid statt E-Book 
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nuffi 29. Dez 2010

braucht man im digitalen zeitalter noch bücher? ich finde man sollte zwischen dem...

Brainfreeze 28. Dez 2010

Wieso eigentlich Archos 101? Du hast doch wohl nicht schon Dein heißgeliebtes WeTab...

Makake 28. Dez 2010

Kann man nicht über Funkschnittstelle o. ä. zensieren.

iPod Touch 28. Dez 2010

Ich habe schon mehrere Bücher auf meinem iPod Touch gelesen. Wüßte nicht, warum ein iPad...

Blair 27. Dez 2010

Da sind doch Kinderkrankheiten. Eine kleine, nicht veränderbare Schriftgröße ohne...


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