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MPL 2.0: Weniger ist mehr

Mozilla überarbeitet seine Open-Source-Lizenz MPL. Aktuell liegt eine Betaversion der Mozilla Public License 2.0 vor, die vor allem einfacher sein soll als die aktuell gültige Variante.
/ Jens Ihlenfeld
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Seit März 2010 arbeitet Mozilla an einer neuen Version der Mozilla Public License. Die MPL 2.0 liegt nun in einer Betaversion vor, die als "Feature Complete" gilt. Damit ist gemeint, der Lizenzentwurf behandelt in dieser Version alle relevanten Punkte, die derzeit bekannt sind.

Ziel bei der Entwicklung der MPL 2.0 ist vor allem eine Vereinfachung der Lizenz. So ist die aktuelle Beta deutlich kürzer als die MPL 1.0. Aus 3.702 Worten wurden 2.289 Worte. Beispielsweise wurden viele US-spezifische Regelungen entfernt und durch global verwendbare Konzepte ersetzt. Begriffe wie "Original Software" und "Initial Developer" wurden gestrichen.

Zudem wurden die Patente betreffenden Regelungen denen anderer Open-Source-Lizenzen angepasst. Weiterhin gilt aber: Wer eine Patentklage gegen MPL-Software erhebt, verliert automatisch sämtliche Rechte, die ihm im Rahmen der MPL gewährt werden.

Außerdem wurde die Kompatibilität mit anderen Open-Source-Lizenzen verbessert, so dass Code unter der Apache-Lizenz künftig einfacher in MPL-Projekte integriert werden kann. Zudem kann optional eine Kompatibilität mit der GPL hergestellt werden, was aber dem jeweiligen Lizenzgeber überlassen bleibt. Die Beta der MPL 2.0 kann unter mpl.mozilla.org(öffnet im neuen Fenster) eingesehen und kommentiert werden. Bei der Entwicklung hat Mozilla bereits eng mit der Open Source Initiative und der Free Software Foundation zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass die neue Lizenz von beiden Organisationen akzeptiert wird.


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