Abo
  • Services:
Anzeige

Großbritannien

Provider wollen Kontrolle durch Eltern statt Pornofilter

Der Verband der britischen Internetprovider ISPA hat sich gegen einen globalen Filter für Pornografie im Internet ausgesprochen. Der Jugendschutz sei Aufgabe der Eltern, die ISPs stellten entsprechende Werkzeuge bereit. Einzelne Provider halten das Vorhaben der Regierung für nicht durchführbar.

"Die ISPA ist der festen Überzeugung, dass die Kontrolle über den Zugriff von Kindern auf das Internet durch Eltern und Erziehungsberechtigte mit den von ISPs zur Verfügung gestellten Mitteln erfolgen sollte, und nicht von oben nach unten aufgezwungen werden sollte", sagte ein Sprecher des Verbandes der BBC.

Anzeige

Die ISPA reagierte damit auf Forderungen des britischen Kommunikationsministers Edward Vaizey, der die Provider verpflichten wollte, pornografisches Material gar nicht mehr an die Anschlüsse weiterzuleiten. Dem Konzept des "Opt-In" folgend, sollten Kunden von ISPs nur dann Zugriff auf diese Inhalte bekommen, wenn sie dies ausdrücklich wünschten. Dem steht das "Opt-Out" entgegen, wie es einige britische Provider 2011 anbieten wollen: Die Kunden können Pornos dann auf eigenen Wunsch blockieren.

BT, der größte Provider des Landes, sagte der BBC: "Es gibt viele juristische, verbraucherrechtliche und technische Fragen, die es zu bedenken gilt, bevor neue Regeln für Netzsperren aufgestellt werden." Wie die ISPA zeigt sich aber auch BT prinzipiell über diese Fragen gesprächsbereit.

Provider: Wirksame Filter sind nicht möglich

Timico, ein kleinerer Provider, lehnt solche Pläne gleich rundherum ab: "Unglücklicherweise ist technisch nicht möglich, dieses Zeug komplett zu blockieren", sagte der CTO des Unternehmens der BBC. Auch Listen mit Webseiten, wie sie beispielsweise zur Filterung von Missbrauchsabbildungen genutzt werden, seien dabei nicht hilfreich, denn: Auch legale Pornografie werde über eine Vielzahl von Foren, Chaträumen und über Filesharing verbreitet.

Timico befürchtet auch, wie schon bei den deutschen Diskussionen um Netzsperren, dass die Begehrlichkeiten anderer Gruppen als Jugendschützer sich der Filtermechanismen schnell bedienen könnten: "Wenn wir diesen Weg einschlagen, landen wir bald bei einem Internet, das ein hübsch eingezäunter Garten der Seiten ist, von denen die Regierung gerne hätte, dass wir sie sehen."


eye home zur Startseite
snapy666 22. Dez 2010

Ja, dem kann ich mich nur vollends zustimmen!

TutWirklichNixZ... 22. Dez 2010

Sollen ja auch keine Menschen draus werden, sondern hörige und meinungsbefreite...

Kulator 22. Dez 2010

1. Du schiebst eine Institution dazwischen, die nicht unabhängig ist. 2. Die technische...

Climero 21. Dez 2010

Ist das so etwas wie ne freiwillige Selbstverpflichtung in der Industrie. Das klappt ja...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Post DHL Group, Köln
  2. Commerz Finanz GmbH, München
  3. Robert Bosch Start-up GmbH, Ludwigsburg
  4. über Hanseatisches Personalkontor Freiburg, Neuried-Altenheim


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 6,99€
  2. ab 649,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Search Light

    Google testet schlanke Such-App

  2. 3D-Drucker

    Neues Verfahren erkennt Manipulationen beim 3D-Druck

  3. AVS Device SDK

    Amazon bringt Alexa auf Raspberry Pi und andere Boards

  4. Adblock Plus

    OLG München erklärt Werbeblocker für zulässig

  5. Streaming

    Netflix plant 7 Milliarden US-Dollar für eigenen Content ein

  6. Coffee Lake

    Core i3 als Quadcores und Core i5 als Hexacores

  7. Starcraft Remastered im Test

    Klick, klick, klick, klick, klick als wär es 1998

  8. KB4034658

    Anniversary-Update-Update macht Probleme mit WSUS

  9. Container

    Githubs Kubernetes-Cluster überlebt regelmäßige Kernel-Panic

  10. Radeon RX Vega

    Mining-Treiber steigert MH/s deutlich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mercedes S-Klasse im Test: Das selbstfahrende Auto ist schon sehr nahe
Mercedes S-Klasse im Test
Das selbstfahrende Auto ist schon sehr nahe
  1. Autonomes Fahren Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel
  2. 3M Verkehrsschilder informieren autonom fahrende Autos
  3. Waymo Autonomes Auto zerstört sich beim Unfall mit Fußgängern

LG 34UC89G im Test: Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
LG 34UC89G im Test
Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  3. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel

Windows 10 S im Test: Das S steht für schlechtes Marketing
Windows 10 S im Test
Das S steht für schlechtes Marketing
  1. Microsoft Neugierige Nutzer können Windows 10 S ausprobieren
  2. Surface Diagnostic Toolkit Surface-Tool kommt in den Windows Store
  3. Malware Der unvollständige Ransomware-Schutz von Windows 10 S

  1. Re: Re:ichweite

    GenXRoad | 05:03

  2. Re: Wann bekommt man den film in DE?

    GenXRoad | 04:59

  3. Re: Solange sie Content produzieren wie

    ve2000 | 04:41

  4. Re: i3 ohne SMT?

    hardtech | 04:29

  5. Ich habe einfach kein Interesse an Werbung

    torrbox | 04:16


  1. 17:02

  2. 15:55

  3. 15:41

  4. 15:16

  5. 14:57

  6. 14:40

  7. 14:26

  8. 13:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel