Bank of America

Größte US-Bank sperrt Wikileaks

Noch ein Geldinstitut sperrt Wikileaks: Die Bank of America wird keine Zahlungen mehr für die Organisation abwickeln. Wikileaks hat im Gegenzug dazu aufgerufen, Konten bei der Bank zu kündigen und Gelder woanders zu investieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Bank of America: Größte US-Bank sperrt Wikileaks

Die Bank of America wickelt keine Zahlungen mehr für Wikileaks ab, wie die BBC berichtet. Die Handlungsweise der Organisation sei "unvereinbar mit den betrieblichen Regeln für die Abwicklung von Zahlungen", begründete die Bank den Schritt.

Kein Geld für Wikileaks

Die Bank of America ist nicht das erste Geldinstitut, das Wikileaks sperrt: Der Onlinebezahldienst Paypal sowie die Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa hatten Wikileaks nach der Veröffentlichung der geheimen Dokumente des US-Außenministeriums gesperrt. Das Schweizer Kreditinstitut Post Finance hatte das Konto von Wikileaks-Kopf Julian Assange gekündigt. Bereits im Oktober hatte der britische E-Payment-Dienstleister Moneybookers das Konto der Organisation eingefroren.

Die Wikileaks-Anhänger hatten empört auf die Maßnahmen reagiert und massive Denial-of-Service-Attacken gegen Post Finance, Paypal, Mastercard und Visa durchgeführt.

Boykottaufruf

Als Reaktion auf die Sperrung rief Wikileaks per Twitter "alle Menschen, die die Freiheit lieben", dazu auf, ihre Konten bei der Bank of America zu kündigen. Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen mit der größten Bank der USA unterhalten, riet die Organisation, ihre "Gelder an einem sichereren Ort zu investieren."

Assange hat kürzlich für Anfang kommenden Jahres die Veröffentlichung interner Dokumente einer US-Bank angekündigt. Diese böten einen ungeschminkten Einblick in die Arbeitsweise von Banken, sagte er. Sie sollen von einer der größten Banken in den USA stammen. Gut möglich, dass es sich dabei um die Bank of America handelt.

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