Trotz integrierter Grafik: Nvidia verspricht neue PCs mit Sandy Bridge und GPUs

Einer Mitteilung von Nvidia zufolge planen unter anderem Acer, Alienware, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Lenovo, Medion, Packard Bell, Samsung, Sony und Toshiba Desktop-PCs und Notebooks mit Sandy-Bridge-Prozessoren sowie Nvidia-GPUs.
Für Nvidia sind solche "design wins" derzeit besonders wichtig, weil Intel für Sandy Bridge einen Grafikkern versprochen hat , der für integrierte Lösungen recht hohe Leistung bietet. Erste Benchmarks vom Prototypensystem(öffnet im neuen Fenster) bestätigen das – auch von einfachen diskreten GPUs dürfte die Leistung von Intels endgültigem HD Graphics aber noch entfernt sein.
Nvidia sieht sich aber dennoch offenbar bedroht, weil viele beliebte Spiele keine hohen Anforderungen an die Grafik stellen. Auf Presseveranstaltungen hatte Intel beispielsweise immer wieder StarCraft 2 mit mittleren Details auf Notebooks vorgeführt, was völlig flüssig spielbar war. Andere häufig genutzten Titel wie World of Warcraft oder die Sims-Reihe sind schon heute auf integrierten Grafiklösungen gut nutzbar.
Dass Intel nun die Grafik gleich in die CPU integriert, soll aber dennoch dem Wachstum im Markt für diskrete Lösungen keinen Abbruch tun. Nvidia zitiert den Mercury-Analysten Dean McCarron: "Wir gehen hier von einem starken Wachstum in den kommenden Jahren aus – sowohl im PC- als auch Notebook-Bereich. Mercury Research prognostiziert, dass sich der Absatz diskreter GPU-Lösungen von 2009 bis 2014 verdoppeln wird."
Dass Sandy Bridge dennoch bei manchen Herstellern deutliche Veränderungen auslösen könnte, zeigen jüngste Gerüchte um neue Macbooks . Demnach soll Apple die Nvidia-GPUs aus günstigeren Modellen zugunsten von Intels integrierter Grafik ganz verbannen, und Nvidia-Chips eventuell auch zugunsten von AMD aus den teureren Modellen verbannen. Offenbar will Nvidia auf solche Berichte nun reagieren. Dass Apple unter den Anbieter von PCs mit Sandy Bridge und Nvidia-Grafik nicht genannt wird, kann aber auch an der Geheimhaltungspolitik des Mac-Herstellers liegen.



