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Sichere E-Mail: Bundesrat fordert durchgehende Verschlüsselung bei De-Mail

Sichere E-Mail

Bundesrat fordert durchgehende Verschlüsselung bei De-Mail

Der Streit um das De-Mail-Gesetz verschärft sich. Die De-Mail könnte sich wegen der Forderung des Bundesrats nach einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verzögern. Die Regierung will dies ausdrücklich nicht.

Der Bundesrat will Änderungen im Gesetz für die De-Mail. Dabei geht es hauptsächlich um eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den rechtsverbindlichen E-Mail-Dienst, gab der Deutsche Bundestag am 17. Dezember 2010 in Berlin bekannt. Damit wird sich die Einführung der De-Mail mit großer Wahrscheinlichkeit verzögern.

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Union und FDP haben seit ihrer Niederlage bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen keine Mehrheit mehr in der Länderkammer. Die Opposition kann so zustimmungspflichtige Gesetze im Bundesrat blockieren. Ob das De-Mail-Gesetz zustimmungspflichtig ist, darüber sind sich Bundesrat und Bundesregierung nicht einig.

Der Bundesrat äußerte in seiner Stellungnahme datenschutzrechtliche Bedenken bei der vorgesehenen Verschlüsselung und forderte die Bundesregierung auf, eine durchgehende Verschlüsselung der Daten vorzusehen. "Die Nachrichten werden zur Überprüfung von Viren und zur Prüfung, ob es sich um eine Spam-Mail handelt, kurzfristig entschlüsselt", heißt es in der Stellungnahme. Währenddessen seien die Nachrichten einem "erhöhten Risiko des Angriffes durch unbefugte Dritte ausgesetzt".

Wenn der Anwender eine De-Mail an einen anderen De-Mail-Teilnehmer verschickt, wird diese kurzzeitig auf den De-Mail-Servern entschlüsselt und wieder verschlüsselt. Dabei wird die Verbindung zum Nutzer per SSL verschlüsselt, diese Verschlüsselung aber auf Serverseite terminiert. Geschäftskunden, die über ein Gateway an De-Mail angeschlossen sind, können die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung über bestehende Systeme wie S/MIME oder PGP durchführen. Für Privatkunden ist aktuell nur die Möglichkeit gegeben, auf Fileebene verschlüsselte Daten an eine De-Mail als Attachment anzuhängen, etwa mit Truecrypt verschlüsselte Dokumente. Secunet hatte die Provider aufgefordert, in ihren Portalen eine Möglichkeit zur Ende-zu-Ende Verschlüsselung anzubieten.

Die Bundesregierung hat der Forderung des Bundesrats nach der Ende-zu-Ende Verschlüsselung widersprochen: "Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gefährdet das gesamte Ziel von De-Mail, die einfache - und ohne spezielle Softwareinstallation mögliche - Nutzbarkeit durch die Bürger", heißt es in der Erwiderung. Damit sich eine sichere E-Mail-Kommunikation möglichst schnell verbreite, solle De-Mail für den Anwender möglichst einfach zu nutzen sein. Daher werde bei De-Mail bewusst darauf verzichtet, dass der Anwender zusätzliche Installationen auf seinem Computer vornehmen muss.

Mit De-Mail sollen in Deutschland rechtsverbindliche elektronische Nachrichten, ein Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage möglich sein. Bei den United-Internet-Marken GMX und Web.de und bei der Telekom konnten sich Menschen für eine De-Mail-Adresse registrieren lassen. Bislang sollen eine Million Menschen davon Gebrauch gemacht haben.


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DerHorst 20. Dez 2010

Was ist an "vor dem Email-Lesen Passwort eingeben" kompliziert? Die Sensibilisierung für...

hb 20. Dez 2010

Es gibt sie.

hnggfh 20. Dez 2010

Zwei 'höhere' Mächte: Der Staat und . Der Staat erzeugt schließlich auch für die...

krrrrrrr 20. Dez 2010

Wahrscheinlich weil sich auch LCD Displays besser verkaufen lassen als LC Displays...

Der Kaiser! 20. Dez 2010

OTR macht bei Emails nicht viel Sinn. Man will ja gerade Verbindlichkeit.


Compyblog / 20. Dez 2010

AK Digitale Gesellschaft der SPD Schleswig-Holstein / 18. Dez 2010

Bundesrat: Streit um De-Mail



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