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Larry Ellison: Oracle-Chef nennt HP-Server "teuer und langsam"

Larry Ellison hat bei der Vorlage der Oracle-Quartalsergebnisse die Konkurrenz angegriffen. Dabei lagen die Serververkaufszahlen Oracles leicht unter den Analystenprognosen.
/ Achim Sawall
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Larry Ellison
Larry Ellison

Oracle-Chef Larry Ellison hat bei der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse seines Unternehmens die Konkurrenz stärker als sonst üblich angegriffen. "Unser Ziel ist es, die Nummer 1 im Geschäft mit Highend-Servern für Online-Transaktionsmonitoring und für Data Warehousing zu werden. Am Geschäft mit Servern mit niedrigen Gewinnspannen sind wir nicht interessiert. Wir meinen, dass IBMs Technologie bei Hardware und Software für Highend-Server ein starker Konkurrent ist. Dagegen sind HP Server langsam, teuer und sie bringen wenig bis gar keinen Zusatznutzen durch Software. Das macht HP im kommenden Jahr sehr anfällig für den Verlust von Marktanteilen" , sagte Ellison.

Oracle hatte den Serverhersteller Sun Microsystems im Januar 2010 für 7,4 Milliarden US-Dollar übernommen. Suns Server trugen im zweiten Finanzquartal 1,08 Milliarden US-Dollar zum Umsatz bei. Die Analysten hatten mit 1,1 Milliarden US-Dollar jedoch mehr erwartet. Oracle gab in den letzten sechs Jahren über 42 Milliarden US-Dollar für Übernahmen aus.

Ellison sagte, Oracle liege gegenwärtig bei Highend-Servern auf dem dritten Platz hinter Hewlett-Packard und IBM. Mit Oracles neuen Produkten werde der Konzern "sehr, sehr bald" auf den zweiten Platz aufsteigen. "Danach werden wir es mit IBM ausfechten" , erklärte Ellison.

Der Umsatz mit Oracles Softwarelizenzen stieg um 21 Prozent auf 2 Milliarden US-Dollar. Oracles Gewinn stieg um 28 Prozent, der Umsatz legte um 47 Prozent zu.

Oracle ist eines der ersten IT-Unternehmen, das Quartalszahlen vorlegt, die bereits den Monat November 2010 einschließen. Oracle erzielte im letzten Quartal einen Nettogewinn von 1,9 Milliarden US-Dollar (37 Cent pro Aktie), nach 1,5 Milliarden US-Dollar (29 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz stieg von 5,9 Milliarden US-Dollar auf 8,6 Milliarden US-Dollar. Vor Sonderposten lag der Gewinn bei 51 Cent pro Aktie, die Analysten hatten nur 46 Cent pro Aktie erwartet. Auch der Umsatz lag über den Analystenprognosen 8,34 Milliarden US-Dollar.

Oracle-Co-President Safra Catz kündigte an, dass der Umsatz im laufenden Quartal um 32 bis 36 Prozent ansteigen werde. Der Umsatz mit Softwarelizenzen werde um 10 bis 20 Prozent zulegen, sagte Catz.


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