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Opera 11: Browser mit Tabstapeln und Erweiterungen (Update 3)

Opera 11 mit Tabstapeln, überarbeiteter Adresszeile und verbesserter Mausgestenvisualisierung ist erschienen. Der Browser für Windows, Linux und Mac OS X kann nun mit Erweiterungen um neue Funktionen ergänzt werden.
/ Ingo Pakalski
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Opera 11
Opera 11

Zum Start von Opera 11 stehen 200 Erweiterungen(öffnet im neuen Fenster) zum Download zur Verfügung. Damit kann der Funktionsumfang des Browsers erweitert werden, wie es bei der Konkurrenz schon lange möglich ist. Mit Erweiterungen lassen sich Youtube-Videos herunterladen, ganze Webseiten übersetzen oder auch mehrere Links mit einem Mal öffnen. Zudem stehen als Ergänzung zu Operas Kennwortverwaltung weitere Kennwortmanager bereit und der Umgang von Bildern auf Webseiten lässt sich durch eine Reihe von Erweiterungen komfortabler gestalten.

Offene Webseiten mit Tabstapeln verwalten

Die neue Operaversion führt die Funktion Tab Stacking alias Tabstapel ein. Darüber können geöffnete Browsertabs analog zu einem Kartenstapel übereinandergelegt werden. Damit soll die Übersichtlichkeit verbessert werden. Standardmäßig werden Tabs in Opera nebeneinander angeordnet. Das macht die Tableiste schnell unübersichtlich, wenn mehr als 30 oder 40 Tabs geöffnet sind. Da Opera von Haus aus Session Management zum Abspeichern der offenen Tabs unterstützt, ist dieses Szenario nicht ungewöhnlich.

Opera 11 – Vorstellung vom Hersteller
Opera 11 – Vorstellung vom Hersteller (01:16)

Mit Hilfe der Tabstapel werden beliebige Tabs übereinandergelegt, idealerweise passen sie thematisch zusammen. Dazu muss das Tab einfach mit der Maus über ein anderes Tab gezogen werden, schon ist ein Tabstapel eröffnet. Mit einem Mausklick werden alle Tabs in so einem Stapel geöffnet, ein weiterer Klick führt die Tabs wieder zu einem Stapel zusammen. Ruht der Mauspfeil auf einem Tabstapel, gibt es eine Vorschau mit allen Tabs in diesem Stapel. Das Herauslösen eines Tabs aus einem Stapel ist möglich. Es kann an eine andere Stelle in der Tableiste gezogen werden. Das Festnageln von Tabs wurde überarbeitet und gepinnte Tabs werden nach links in die Tableiste gepackt, damit sie leichter gefunden werden können.

Als weitere Neuerung wurde die Adresszeile optisch überarbeitet. Sie soll nun besser anzeigen, mit welcher Sicherheitsstufe eine Webseite geöffnet wird. Bislang gab es am Ende des URL-Felds eine farbliche Markierung, wenn eine https-URL geöffnet wurde. Nun rückt diese Markierung an den Anfang des Adressfelds. Ein Klick auf die Sicherheitsmarkierung informiert wie bisher über weitere Details der aufgerufenen Webseite.

Optimierte Suche und neue Lesezeichenleiste

Aus der persönlichen Lesezeichenleiste ist eine allgemeine Lesezeichenleiste geworden, an den Funktionen hat sich nicht viel geändert. Standardmäßig wird die persönliche Lesezeichenleiste unterhalb der Adressleiste angezeigt, kann aber auch an die alte Stelle über der URL-Leiste gepackt werden. Der Nutzer kann weiterhin bestimmen, welche Lesezeichen in der Leiste erscheinen sollen.

Verbesserte Mausgesten

Bereits seit Opera 5 kann der Browser mit verschiedenen Mausgesten(öffnet im neuen Fenster) gesteuert werden. Bei Aktivierung der Mausgesten erscheint nun eine Befehlsübersicht mit den Mauspfaden auf dem Bildschirm, um den Umgang mit Mausgesten zu vereinfachen. Wer nur gelegentlich Mausgesten verwendet, soll diese nun leichter erlernen können.

Die Google-Suchleiste in Opera unterstützt nun die Autovervollständigung von Google, so dass Sucheingaben schneller eingegeben werden können. Umfangreich wurde das E-Mail-Paneel überarbeitet. Es unterstützt nun Verzeichnisse und Filter und der Nutzer kann die Reihenfolge der Einträge selbst bestimmen. Außerdem lassen sich einzelne Bereiche ausblenden, die nicht benötigt werden. Feeds werden nun im E-Mail-Paneel angezeigt, auch wenn kein E-Mail-Konto eingerichtet ist.

Als weitere Neuerung aktualisiert Opera 11 Beta nun auch Unite-Anwendungen und Erweiterungen über Operas Updatemechanismus, so dass diese Bereiche automatisch aktuell gehalten werden können. Für eine höhere Leistungsfähigkeit des Browsers lassen sich Plugins neuerdings erst laden, wenn sie auch benötigt werden. Damit soll ein Leistungsschub um bis zu 30 Prozent möglich sein. Zudem soll die Javascript-Engine nochmals schneller geworden sein. Touchscreens werden weiterhin nicht vollständig von Opera unterstützt, das Scrollen mit dem Finger geht nicht.

Opera 11 für Windows, Mac OS X und Linux steht über www.opera.com(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit. In den letzten beiden Tagen hatte Opera drei Release Candidates(öffnet im neuen Fenster) von Opera 11 veröffentlicht. Bei der Installation können alle gewünschten Einstellungen früher als bisher vorgenommen werden.

Nachtrag vom 16. Dezember 2010, 13:27 Uhr

Seit einiger Zeit ist Operas Erweiterungsseite nicht erreichbar. Alles deutet darauf hin, dass Opera den Ansturm auf die neue Version unterschätzt hat und die Server des Browserherstellers überlastet sind.

Nachtrag vom 16. Dezember 2010, 14:40 Uhr

Opera hat bestätigt, dass die Erweiterungsseite aufgrund der hohen Nachfrage zusammengebrochen ist. Der Hersteller arbeitet bereits an einer Lösung. In Kürze soll die Seite wieder regulär erreichbar sein.

Nachtrag vom 16. Dezember 2010, 15:16 Uhr

Opera hat die Serverprobleme offenbar in den Griff bekommen. Die Erweiterungsseite ist nun wieder ohne Einschränkungen erreichbar.


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