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Nichtlegale Protestformen können notwendig sein

Sawall: Diese Form des Protestes, die eine hohe Last auf den Servern erzeugt, ist in vielen Ländern illegal. Den juristischen Aspekt hat Jens Ferner hinreichend beleuchtet. Illegal sind Streiks gegen Arbeitsplatzabbau mit Torblockaden wie bei Opel in Bochum im Oktober 2004 oder die aktuellen Blockaden von Atommülltransporten jedoch auch. Auch wenn ein demokratisches Gut wie die Meinungsfreiheit in Gefahr ist, kann es notwendig werden, zu nichtlegalen Protestformen zu greifen.

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Ernst: Wer auf diese Weise protestiert, wirft die Debatte um Meinungsfreiheit zurück, er behindert einen konstruktiven Diskurs und schadet mit reinem Vandalismus dem Image der Wikileaks-Unterstützer. Ein Blick in die von der lose organisierten Gruppe Anonymous frequentierten Foren legt den Verdacht nahe, dass hier solche Onlinevandalen am Werk sind, denen es auch Spaß macht, Bilder aus Facebook-Accounts zu klauen, um sich über die Personen lustig zu machen - und das sind eher die harmlosen Fälle. Dieses Klischee von Jugendlichen, die per Internet ein bisschen Gott mit der Welt spielen, ist genau das, was Kritikern von Onlinefreiheit und Wikileaks in die Hände spielt: Seht her, können sie sagen, diese Anarchisten sind die Unterstützer von Wikileaks - und die sollen wir ernst nehmen?

Außerdem zeigen bei einem Sitzstreik die Protestierenden Gesicht - wie viele Menschen dagegen sind, erkennen selbst Politiker dann im Fernsehen. Eine DDoS-Attacke zeigt nur das Ergebnis einer Protestbewegung. Wie viele Angreifer nötig sind, verschweigen die betroffenen Unternehmen wohlweislich. Doch es gibt Anzeichen für einen Strategiewechel bei den Protestierenden: Wie Frank Patalong von Spiegel Online so schön festgestellt hat, folgt auf das primitive Werkzeug der DDoS-Attacke nun echte Protestarbeit: Die Operation Leakspin, bei der es um die Verbreitung von Wikileaks-Inhalten geht, erfordert mehr, als nur auf einen Knopf zu drücken. Das ist Protest, der auch wahrgenommen wird und nicht nur nach Vandalismus aussieht.

Sawall: Ja, ob die DDoS-Attacken der Wikileaks-Unterstützer gegenwärtig wirklich nützlich sind, ist tatsächlich fraglich.

Es gibt viele Formen des Protests, mit denen Wikileaks unterstützt werden kann, zum Beispiel das Spiegeln von Servern oder das Unterzeichnen von Appellen. Und mit offenem Protest auf der Straße könnten die Wikileaks-Unterstützer ihr Anliegen wirksamer in die Öffentlichkeit bringen. Wenn sie bei winterlichen Temperaturen zusammen mit Freunden und Arbeitskollegen auf den Straßen für Wikileaks demonstrieren und blockieren, zeigen sie, dass sie bereit sind, mehr Engagement für ihr Anliegen aufzubringen, als nur die Server von Amazon, Paypal, Visa oder Moneybookers eine Zeit lang zu überlasten.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

 DDoS macht den Gegner mundtot
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It's me, Luigi 20. Dez 2010

Schön und gut, wenn man Pro-DDOS argumentiert. Aber. Wieso gegen Firmen und nicht gegen...

lokal handeln... 17. Dez 2010

Leute, geht Blutspenden, engagiert Euch im sozialen Bereich und in Vereinen. Das bringt...

asdfasdfasdf 16. Dez 2010

Ich begreiffe deine Argumente in keinster Weise, sorry. Wieso sollen jetzt Amazon oder...

JimmyConway 16. Dez 2010

Textauszug: "Es gibt viele Formen des Protests, mit denen Wikileaks unterstützt werden...

Baron Münchhausen. 16. Dez 2010

Das ändert nichts an der Tatsache, dass das Argument mit finanziellen Kosten schwachsinn...


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