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DDoS macht den Gegner mundtot

Sawall: Den Druck üben doch vor allem Regierungen und große IT-Unternehmen aus. So stellte Amazon die Hostingdienstleistungen für Wikileaks ein, die Domain Wikileaks.org wurde von der Firma EveryDNS abgeschaltet. Verschiedene Zahlungsabwickler wie Paypal verweigern die Weiterleitung von Spenden. In den USA wird gefordert, Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange wegen Spionage und ähnlicher Anschuldigungen anzuklagen. Dagegen protestieren viele Menschen. Tausende haben am Wochenende in verschiedenen Ländern für die Freilassung von Assange demonstriert, der in Schweden wegen Sexualdelikten angeklagt wird. Gewiss müssen solche Vorwürfe ernst genommen werden, doch der Protest zielt in eine andere Richtung: Viele Demonstranten halten die Anschuldigen für einen Teil des Planes, Wikileaks mundtot zu machen. Sie befürchten, dass hier international koordiniert gegen die Freiheit der Meinungsäußerung vorgegangen wird.

Ernst: Und deshalb machen sie mit der Operation Payback, zu der die Gruppe Anonymous aufgerufen hat, genau das: den Gegner mundtot? Das ist es doch vor allem, was eine Denial-of-Service-Attacke erreicht; sie bringt den Gegner für eine kurze Zeit zum Schweigen. Das ist aber das Ende einer konstruktiven Auseinandersetzung. Also ist DDoS durchaus destruktiv. Mit gleichem Ansatz könnte man mit einem Lastwagen eine Telefonzelle umfahren und das als Protest gegen hohe Roaminggebühren deklarieren - hohe Preise für Gespräche schränken ja auch die Meinungsfreiheit ein.

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Sawall: Dein Beispiel beschreibt eine sinnlose Zerstörung eines öffentlichen Fernsprechers. Das hat nichts mit politischem Protest gegen ein Unternehmen zu tun. Im Fall der DDoS-Attacken ist das Vorgehen der Jugendlichen verständlich: Sie sehen ein Unrecht, gegen das sie protestieren wollen. Dabei versuchen sie, Unternehmen zu treffen, die Wikileaks behindern.

Ernst: DDos-Attacken sind aber auch eine Form des Vandalismus, es entsteht ein realer Schaden. Wer einmal eine DDoS-Attacke auf das eigene Unternehmen miterlebt hat, weiß, wie viele Überstunden der Administratoren das kostet, um Logfiles auszuwerten, Routen und Adressen umzubauen und im schlimmsten Fall ganze Systeme neu aufzusetzen. Von den real entgangenen Umsätzen, etwa bei Amazon im Weihnachtsgeschäft, ganz zu schweigen. Gleichzeitig schaffen sich die Wikileaks-Unterstützer mit ihren Angriffen auf Unternehmen, die sich auf die Seite der Regierung stellen, mächtige Gegner, die ihnen technisch teils auch überlegen sind, wie die jüngsten Verhaftungen zeigen.

 IMHO: Sind DDoS-Attacken für Wikileaks gerechtfertigt?Nichtlegale Protestformen können notwendig sein 

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It's me, Luigi 20. Dez 2010

Schön und gut, wenn man Pro-DDOS argumentiert. Aber. Wieso gegen Firmen und nicht gegen...

lokal handeln... 17. Dez 2010

Leute, geht Blutspenden, engagiert Euch im sozialen Bereich und in Vereinen. Das bringt...

asdfasdfasdf 16. Dez 2010

Ich begreiffe deine Argumente in keinster Weise, sorry. Wieso sollen jetzt Amazon oder...

JimmyConway 16. Dez 2010

Textauszug: "Es gibt viele Formen des Protests, mit denen Wikileaks unterstützt werden...

Baron Münchhausen. 16. Dez 2010

Das ändert nichts an der Tatsache, dass das Argument mit finanziellen Kosten schwachsinn...


genius' blog / 15. Dez 2010



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