Abbau: Nokia streicht 800 Arbeitsplätze

Nokia hat den Abbau von bis zu 800 Arbeitsplätzen angekündigt. Die Entlassungen sollten hauptsächlich in Finnland erfolgen, berichtet Yleisradio(öffnet im neuen Fenster) , eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt des Landes. Ursprünglich war geplant, 850 Stellen zu streichen.
Seit Oktober 2010 war mit den Arbeitnehmervertretungen verhandelt worden. Die genaue Zahl der Kündigungen werde erst im Frühjahr 2011 bekanntgegeben, berichtet der Sender weiter. Weitere Informationen soll es im Januar 2011 geben. Den Betroffenen werden Abfindungspakete mit einem Volumen von fünf bis 15 Monatslöhnen angeboten. Nokias neuer Konzernchef Stephen Elop hatte im Oktober 2010 den weltweiten Abbau von 1.800 Arbeitsplätzen angekündigt. In der Nokia-Sparte Symbian-Smartphones sollte die Softwareentwicklung durch einheitliche Werkzeuge vereinfacht werden. Elop erklärte, Nokia befände sich in "bemerkenswert unruhigen Zeiten" . Die letzten Quartalsergebnisse zeigten, dass Nokia "seine Rolle und seine Herangehensweise an die Branche neu bewerten" müsse. Der finnische Handyhersteller hatte bereits im März 2009 1.700 Beschäftigte in den Bereichen Geräte und Marketing, Corporate Development und Support entlassen.
Den Communicator-Nachfolger Nokia E7 kann der Hersteller nicht mehr in diesem Jahr auf den Markt bringen. Das Symbian-3-Smartphone kommt erst Anfang 2011, ursprünglich war das E7 für das vierte Quartal 2010 angekündigt. Einen genaueren Zeitpunkt konnte Nokia noch nicht mitteilen. Auch nannte der Hersteller keinen Grund für die Verzögerung.
Smartphone-Konkurrent Apple hatte in den vergangenen zwölf Monaten seine Belegschaft stark vergrößert. Die Zahl der Beschäftigten mit Vollzeitstellen wuchs von 34.300 im September 2009 auf 46.600 Menschen im September 2010.



