Selbstversorger: Wissenschaftler kombinieren Chip und Solarzelle
Forscher aus den Niederlanden und China haben zusammen einen Chip entwickelt, der ohne externe Energieversorgung auskommt: Sie haben auf den Chip eine Solarzelle aufgesetzt, die diesen mit Strom versorgt. Es sei das erste Mal, dass eine solche Kombination gelungen sei, erklären sie.
Solarzelle versorgt Chip
Die Solarzelle besteht aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen (kurz, CIGS, von englisch: Copper, Indium, Gallium, Selenide). Die Energieaufnahme des Chips muss nach Angaben der Forscher unter einem Milliwatt liegen. Die Solarzelle produziert auch noch bei vergleichsweise wenig Licht ausreichend Energie. Das bedeutet, der Chip muss nicht unbedingt in hellem Sonnenlicht eingesetzt werden, sondern kann auch drinnen verwendet werden. Die Technik eignet sich beispielsweise für Sensorchips.
Solarzelle und Chip würden nicht getrennt gefertigt und anschließend miteinander verbunden, erklären die Forscher. Stattdessen nähmen sie den Chip als Basis und brächten die Solarzelle Schicht für Schicht auf. Das sei effizienter, weil materialsparender. Allerdings müsse man aufpassen, dass der Chip nicht beschädigt werde. Das Verfahren eigne sich jedoch für eine industrielle Serienfertigung mit herkömmlichen Mitteln.
Niederländisch-chinesische Kooperation
An dem Projekt waren Forscher der Universitäten in Twente und Utrecht in den Niederlanden sowie im nordchinesischen Tianjin beteiligt. Sie haben ihre Entwicklung in der vergangenen Woche auf der Konferenz International Electron Devices Meeting (IEDM) vorgestellt(öffnet im neuen Fenster), die von dem Ingenieursverband Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) veranstaltet wurde.
- Anzeige Hier geht es zum Veska Balkonkraftwerk 1000/800W bei Netto Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



