Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Operation Payback: Fax-Flut, Flugblätter und geschwärzte Gesichter

Operation Payback nimmt sich nun auch Faxgeräte von Unternehmen vor, die der Whistleblower-Plattform Wikileaks ihre Unterstützung entzogen haben. Wie bei den DDoS-Attacken rufen die Aktivisten von Anonymous zur Mithilfe auf.
/ Christian Klaß
245 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Amazon, Mastercard, Visa, Paypal und einige andere Unternehmen erhalten seit kurzem massenhaft anonyme Faxe von Wikileaks-Unterstützern. Das Anonymous-Kollektiv(öffnet im neuen Fenster) rief zur der neuen Leakflood-Aktion auf und erklärte, wie sich mit Anonymisierungsproxys, kostenlosen Webfax-Anbietern und Wegwerf-E-Mail-Adressen jeder daran beteiligen kann.

"Wir müssen die Unternehmen daran erinnern, dass die Wahrheit nicht aufgehalten werden kann. Die Mission startet um 13 Uhr GMZ, am 13.12.2010 und dauert bis um 4 Uhr GMT am 14.12.2010" , hieß es zum Ablaufplan seitens Anonymous(öffnet im neuen Fenster) .

Gefaxt werden sollten nur Wikileaks-Inhalte, Briefe von Anonymous, das Logo von Wikileaks oder die Guy-Fawkes(öffnet im neuen Fenster) -Maske von " V wie Vendetta(öffnet im neuen Fenster) " – die Masken(öffnet im neuen Fenster) dienen dem Anonymous-Kollektiv als Erkennungszeichen und Identitätsschutz. Keinesfalls sollten despektierliche, geschmacklose oder pornografische Inhalte gewählt werden.

Wie viele Unterstützer es für die Belagerung der von Anonymous aufgelisteten Faxnummern gibt, ist nicht bekannt. Eine weitere Leakflood-Faxaktion mit gleichem Inhalt richtete sich, beschränkt auf den 13. Dezember 2010, an die Library of Congress (LoC), die Forschungsbibliothek des US-Kongresses der Vereinigten Staaten. Wie bei den DDoS-Attacken kann auch die Teilnahme an der Fax-Aktion rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Für die kommenden Tage sind bereits weitere Aktionen angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Anonymous ruft am 18. Dezember 2010 nicht nur zu Operation Paper Storm auf, sondern auch zur Operation Black Face. Bei Operation Paper Storm geht es darum, mit ausgedrucktem Logo, Manifest oder Poster auf die Straße zu gehen und so viele Leute wie möglich zu informieren. Wer an Operation Black Face teilnehmen möchte, muss dazu nicht auf die Straße gehen – sondern nur in beliebigen sozialen Netzwerken das eigene Profilfoto gegen ein schwarzes Bild ersetzen – um damit gegen die staatliche Aggression gegen Whistleblower(öffnet im neuen Fenster) zu protestieren.


Relevante Themen