• IT-Karriere:
  • Services:

Jeopardy

Für IBMs Watson wird es im Februar 2011 ernst

Das auf Power7-Prozessoren basierende IBM-System Watson tritt am 14., 15. und 16. Februar in der US-Quizsendung Jeopardy gegen Ken Jennings und Brad Rutter an, die in der Ratesendung bislang besonders gut abgeschnitten haben. Geplant sind jeweils zwei Partien.

Artikel veröffentlicht am ,
Jeopardy: Für IBMs Watson wird es im Februar 2011 ernst

Bereits im April 2009 hatte IBM angekündigt, mit einer Maschine in der Quizsendung Jeopardy antreten zu wollen. Das Watson genannte System soll in der Lage sein, menschliche Gegner zu schlagen. Damals steckten bereits zwei Jahre Arbeit von IBM-Wissenschaftlern in dem System zur Beantwortung von Fragen, denn um zu gewinnen muss Watson komplexe Fragen schnell und präzise beantworten. Das große Themenspektrum und der hohe Zeitdruck bei Jeopardy seien eine große Herausforderung für eine Maschine, so IBM. Denn Watson muss dazu die vagen und subtilen, zum Teil ironischen Hinweise korrekt analysieren. Etwas, was Menschen traditionell viel besser können als Maschinen.

Stellenmarkt
  1. Witzenmann GmbH, Pforzheim
  2. REALIZER GmbH, Bielefeld

Das nach IBM-Gründer Thomas J. Watson benannte System tritt gegen Ken Jennings und Brad Rutter an: Jennings hält den Jeopardy-Rekord für die meisten gewonnenen Spiele in Serie. Er gewann 2004 und 2005 74 mal in Serie und gewann dabei rund 2,5 Millionen US-Dollar. Brad Rutter hat bei Jeopardy als Einzelspieler bislang die höchste Gewinnsumme eingefahren: 3.255.102 US-Dollar. Er nahm erstmals 2002 an der Show teil, es folgten dann aber weiter Auftritte in speziellen Jeopardy-Tournieren.

Im Wettbewerb mit Watson können die beiden nochmals bis zu einer Million US-Dollar gewinnen, die für den ersten Platz ausgelobt sind. Der Zweitplatzierte erhält immerhin noch 300.000 US-Dollar, der Dritte 200.000 US-Dollar. Allerdings haben Jennings und Rutter bereits angekündigt 50 Prozent ihres Gewinns für gemeinnützige Zwecke zu spenden. IBM will Watsons Gewinn komplett spenden.

Im Herbst hat Watson bereits 50 Übungsrunden Jeopardy gespielt und den für alle Jeopardy-Kandidaten obligatorischen Test absolivert, mit dem sich menschliche Kandidaten für die Teilnahme an der regulären Sendung qualifizieren müssen. Aufnahmen der Übungsrunden will IBM in den kommenden Wochen unter ibmwatson.com veröffentlichen.

Die Watson zugrundeliegende Forschung soll zu großen Fortschritten bei der Computerintelligenz und Mensch-zu-Computer-Kommunikation führen. IBM sieht kommerzielle Anwendungen in den Bereichen Business Intelligence, Analytik und Informationsmanagement. Denn Watson soll letzendlich in der Lage sein, Semantik, also die Bedeutung hinter Wörtern, zu erkennen und so zwischen relevanten und irrelevanten Inhalten zu unterscheiden sowie Fragen in Unterfragen aufzuspalten. Dabei berechnet Watson auch das Konfidenzintervall der Antworten, gibt also an, mit welcher Wahrscheinlichkeit diese korrekt sind. Da das System dazu nur Sekunden benötigt, soll es in der Lage sein, bei Jeopardy ernsthaft mitzuspielen.

Die dem zugrundeliegende massiv-parallele Architektur in Kombination mit der von IBM entwickelten Software könnte aber auch bei medizinischen Diagnosen eingesetzt werden oder helfen, die Qualität von Service-Hotlines zu verbessern, so IBM.

Die Idee, die Leistungsfähigkeit von Computersystemen in Spielsituationen zu demonstrieren, ist für IBM nicht neu: 1997 gewann beispielsweise IBMs Deep Blue gegen Schachweltmeister Garry Kasparow. Das System war in der Lage, 200 Millionen Schachzüge pro Sekunde zu berechnen. Während Deep Blue nur ein eng begrenztes Problem zu bewältigen hatte, soll Watson nun Probleme ohne klare Grenzen lösen. Damit will IBM vor allem demonstrieren, wozu Software heute in der Lage ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Glühwurm 14. Dez 2010

Es wurde doch nur einmal ein Bildschirmbild eingeblendet. Und das sah eher nach C++ aus...

antares 14. Dez 2010

Sieht so aus, als wäre Watson das erste System, das einen Turing-test mit relativer...

wOoWoWo 14. Dez 2010

Wenn das funktioniert, RESPECT! Bin gespannt auf den Februar.. aber wie ich die IBM...


Folgen Sie uns
       


Amazons FireTV Cube mit Sprachsteuerung - Test

Der Fire TV Cube ist mehr als ein Fire-TV-Modell. Er kann auf Zuruf gesteuert werden und wir zeigen im Video, wie gut das gelöst ist.

Amazons FireTV Cube mit Sprachsteuerung - Test Video aufrufen
Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Weltraumsimulation: Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend
    Weltraumsimulation
    Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend

    Jubelnde Massen, ehrliche Entwickler und ein 30 Kilogramm schweres Modell des Javelin-Zerstörers: Die Citizencon 2949 hat gezeigt, wie sehr die Community ihr Star Citizen liebt. Auf der anderen Seite reden Entwickler Klartext, statt Marketing-Floskeln zum Besten zu geben. Das steckt an.
    Ein IMHO von Oliver Nickel

    1. Theatres of War angespielt Star Citizen wird zu Battlefield mit Raumschiffen
    2. Star Citizen Mit der Carrack ins neue Sonnensystem
    3. Star Citizen Squadron 42 wird noch einmal verschoben

      •  /