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Buchanzeigen: E-Book-Shops in den USA wollen E-Books mit Werbung versehen

Verschiedene Anbieter von E-Books wollen künftig Werbung in die digitalen Texte integrieren. Mehrere Shops experimentieren bereits mit verschiedenen Werbeformen.
/ Werner Pluta
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Bücher sind bisher weitgehend werbefrei. Mit der Einführung der E-Books könnte sich das jetzt ändern: Anbieter der digitalen Texte in den USA wollten diese künftig mit Anzeigen anreichern, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) .

Tests mit Formaten

Derzeit testen die Unternehmen verschiedene Werbeformen für die digitalen Texte. Die Anzeigen sollen in Form von Videos, Bildern oder Texten erscheinen, beispielsweise wenn der Leser das Buch öffnet oder am Seitenrand. Ein Konzept sieht auch vor, mit Werbung versehene E-Books kostenlos abzugeben. Wofür geworben wird, kann beispielsweise vom Thema des Buches abhängen oder vom Profil des Käufers.

Der E-Book-Shop Wowio(öffnet im neuen Fenster) hat bereits in einige E-Books, die er verkauft, Werbebotschaften integriert. Auf drei Seiten findet der Leser Anzeigen: auf einer Vorsatzseite, ganz am Ende sowie auf einer Seite mitten im Text. Künftig könnten außerdem zwischen den Kapiteln Werbebotschaften platziert werden, erklärte Wowio-Chef Brian Altounian der Zeitung. Welche Werbung in das E-Book integriert wird, hängt unter anderem von den Angaben ab, die ein Nutzer in seinem Profil macht. Neben Wowio experimentieren auch die Anbieter Scroll Motion und Scribd mit Anzeigen in den digitalen Büchern.

Werbung für Gulliver

Zu den Kunden von Wowio gehört auch Fandango, ein Onlineanbieter von Kinokarten: Wer bei Fandango Karten für den Film Gullivers Reisen kauft, der in Kürze anläuft, erhält die Romanvorlage von Jonathan Swift als E-Book kostenlos dazu – inklusive drei Seiten mit Werbung für Fandango.

Zwischen einem und drei US-Dollar zahlt der Werbetreibende pro E-Book, das mit Werbung ausgeliefert wird. Die Einnahmen teilen sich Wowio und der jeweilige Verlag, der wiederum einen Anteil an den Autor weiterreicht. Zu den Verlagen, die mit Wowio zusammenarbeiten, gehören unter anderem Rosetta Books und Arcturus Publishing.

E-Books günstiger

Bücher sind weitgehend ohne Werbung erschienen. Einige Ausnahmen gab es. So hatte Rowohlt beispielsweise früher eine Werbeseite in seinen Taschenbüchern. Davon ist der Verlag aber auch abgekommen. Wowio-Chef Altounian indes ist überzeugt, dass die meisten Leser die Werbung gern akzeptieren werden, wenn sie dafür ein E-Book deutlich günstiger als üblich oder sogar – wie im Fall von Gullivers Reisen – kostenlos erhalten. Das allerdings ist inzwischen allgemeinfrei und über das Project Gutenberg(öffnet im neuen Fenster) ohnehin kostenlos erhältlich.


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