Smartphone-Apps: Google plant neue Android-Market-Version

Die neue Version des Android Market erhält eine überarbeitete Bedienoberfläche. Innerhalb der Programmbeschreibungen gibt es keine Tabs mehr. Nach den Vorstellungen von Google sollen damit alle wichtigen Informationen für den Anwender besser als bisher zu finden sein. Zudem erhält jede Programmbeschreibung nun auch einen Bereich mit ähnlichen Applikationen. Diese Neuerung wurde bereits teilweise in den aktuellen Android Market integriert.


Auf dem Startbildschirm und in den Kategorien des Android Market gibt es eine neue Ansicht für beworbene Applikationen. Damit sollen Entwickler ihre Produkte besser vermarkten können. Speziell für Widgets und animierte Bildschirmhintergründe gibt es nun eigene Rubriken, damit Interessenten diese leichter finden. Auch wenn eine Applikation ein Widget oder einen animierten Hintergrund bietet, landet es automatisch in dieser Kategorie.
Verkürzte Rückgabezeit für Kaufapplikationen
Mit der neuen Android-Market-Version wird die Frist verkürzt, in der eine Kaufapplikation bei einem Fehlkauf zurückgegeben werden kann. Noch haben Anwender einen Tag Zeit, eine kostenpflichtige Applikation bei Nichtgefallen zurückzugeben und das Geld dafür zurückzuerhalten. Dieser Zeitraum wird erheblich verkürzt: Dann haben Käufer nur noch 15 Minuten Zeit, den Kauf einer Software rückgängig zu machen. Die erhebliche Verschlechterung für die Anwender begründet Google damit, dass die Mehrzahl der Kaufstornierungen in den ersten Minuten nach dem Softwarekauf erfolge. Zudem will Google Entwicklern damit entgegenkommen.
Altersfreigabe kommt
Das im November 2010 angekündigte Altersfreigabesystem wird mit dem Update auf die kommende Version des Android Market kommen. Entwickler müssen dann ihre Applikationen entsprechend klassifizieren. Google hat noch nichts dazu verlauten lassen, wie die Einhaltung der Altersfreigabe überprüft werden soll.
Zu den weiteren Neuerungen zählt, dass Programmdateien im Android Market nun bis zu 50 MByte groß sein dürfen. Damit sollen sich vor allem grafikintensive Spiele besser über den Android Market vermarkten lassen. Unter anderem Gameloft bietet einen Großteil seiner Titel nicht im Android Market an, einen Grund dafür nannte das Unternehmen nicht. Es ist unklar, ob sich das mit der neuen Android-Market-Version ändert. Denn alle Gameloft-Spiele sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Bei der Softwareverteilung können Entwickler nun mehr Geräteangaben berücksichtigen, um sicherzustellen, dass ihre Applikation auf dem Zielgerät funktioniert. Neben der Bildschirmgröße und -auflösung gehören auch GL-Texturkompressionsformate dazu.
Die kommende Version des Android Market will Google bis Ende Dezember 2010 für Android ab der Version 1.6 verteilen. Ein genauerer Zeitpunkt für das Erscheinen der neuen Android-Market-Version wurde nicht genannt.



