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iPhone 3G und 3GS: Netlock-Befreiung mit iPad-Baseband

Das iPhone-Dev-Team hat einen Fehler in Apples iOS entdeckt, der es trotz neuer iOS-Version ermöglicht, die SIM-Sperre eines Netzbetreibers mit einem alten Hack aufzuheben. Allerdings hat der Hack für das iPhone 3G und 3GS auch einige Nachteile.
/ Andreas Sebayang
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Das iPhone-Dev-Team hat einen Weg gefunden, das iPhone 3G und 3GS auch mit aktuellem Betriebssystem vom Netlock zu befreien. Dazu nutzen die Entwickler den Umstand aus, dass die ursprüngliche iOS-Version 3.2.2 des iPads eine höhere Baseband-Versionsnummer besitzt als iOS 4.2. Die iPad-Baseband-Version 06.15 ist noch für einen alten Baseband-Hack für die Version 05.13 anfällig, die bei Apples iPhones mit den Versionen 05.14 und 05.15 längst beseitigt wurde.

Nach der Installation des iPad-Basebands können die Nutzer also auch SIM-Karten anderer Netzbetreiber benutzen. Da Apple mittlerweile in iOS Mechanismen zur Überprüfung der Baseband-Version eingebaut hat, dürfte die Entsperrung allerdings nicht von Dauer sein. Wer in Zukunft ein iOS-Update durchführt, riskiert, die Sperre wieder einzubauen, insbesondere, da Apple den jetzt ausgenutzten Fehler eigentlich schon beseitigt hat. Außerdem gibt es laut Dev-Team kein Zurück vom Baseband 06.15. Wer einmal diese Version installiert hat, kann sie nur noch durch eine neuere Version ersetzen. Auch eine Rückkehr zur Original-iOS-Version ist ausgeschlossen.

Zudem warnen die Entwickler davor, dass die Garantie möglicherweise verlorengeht. Das Baseband-Update lässt sich vor Apple nicht verbergen. Wer ein inoffizielles Baseband-Update wagt, verliert zudem eventuell die Möglichkeit, den GPS-Empfang auszunutzen.

Die Anleitung zur Netlock-Befreiung haben die Entwickler im Dev-Team-Blog veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Sie weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Anleitung aufmerksam gelesen und sich der Nutzer allen Konsequenzen bewusst werden sollte.


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