Java-Streit: Oracle bittet ASF um Rückkehr
Die Apache Software Foundation soll ihren Entschluss, den Java Community Process (JCO) zu verlassen, nochmals überdenken, fordert Oracle in einer knappen Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) zum Ausscheiden der ASF aus Protest über Oracles Lizenzpolitik. Die ASF und viele Open-Source-Projekte unter ihrem Dach seien wichtige Teile des Ökosystems Java, so Oracle-Manager Adam Messinger.
Ein Wort des Bedauerns oder eine Andeutung, die eigene Lizenzpolitik zu überdenken, gibt es in der Stellungnahme nicht. Vielmehr wiederholt Messinger Oracles Position: Das Unternehmen habe dafür zu sorgen, dass Java vorankomme und dabei einen einheitlichen Standard für Java bewahre.
Die ASF beklagt, Oracle verweigere ihr eine uneingeschränkte Lizenz für das Java-SE-Testkit (TCK). Nur mit dieser könne die ASF ihre freie Java-Implementierung wie vorgeschrieben testen, um sie unter der freien Apache-Lizenz zu verteilen. Oracle hingegen biete der AFS nur eine TCK-Lizenz an, die die Einsatzgebiete der damit überprüften Software einschränkt. Das verhindere nach Ansicht der ASF aber, die Software unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichen zu können.