Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Operation Leakspin: Info-Angriff statt DoS-Attacke

Wikileaks-Anhänger wollen ihre Strategie ändern: Statt DoS-Angriffe auf Webseiten zu verüben, wollen sie den Inhalt der veröffentlichten Dokumente breit streuen. Die besten und am wenigsten bekannten Dokumente sollen zusammengefasst und veröffentlicht werden. Auch Videos auf Youtube sind erwünscht.
/ Jörg Thoma
194 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Unter dem Namen Operation Leakspin wollen Anhänger von Wikileaks in einer konzertierten Aktion die Cablegate-Dokumente verbreiten. Der Strategiewechsel folgt auf die Festnahme eines 16-Jährigen in den Niederlanden wegen der DoS-Angriffe auf zahlreiche Webseiten von Finanzunternehmen, die Spenden an Wikileaks nicht mehr weiterleiten.

Operation Leakspin – Informationskrieg statt Cyberwar
Operation Leakspin – Informationskrieg statt Cyberwar (02:08)

Die lose organisierte Gruppe Anonymous ruft dazu auf, die besten und unbekanntesten Dokumente aus den Cablegate-Veröffentlichungen im Internet zu verbreiten. Dazu sollen Zusammenfassungen geschrieben und mitsamt der Quelle veröffentlicht werden. Anonymous ruft auch dazu auf, ein- bis zweiminütige Videos zu drehen und auf Youtube hochzuladen. Anhand von Tags mit populären Suchbegriffen wie "Tea Party" sollen die Dokumente schnell und einfach auffindbar gemacht werden.

In der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember 2010 hatte das High-Tech-Crime-Team der niederländischen Kriminalpolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft einen 16-jährigen Jungen vernommen . Er steht im Verdacht, an den DDoS-Angriffen von Wikileaks-Sympathisanten auf die Websites der schwedischen Staatsanwaltschaft, des Schweizer Geldinstituts Post, der Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard sowie des Zahlungsabwicklers Paypal beteiligt zu sein. Die Gruppe Anonymous hatte zu den DoS-Angriffen unter dem Namen Operation Payback aufgerufen.


Relevante Themen