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Datenschutz: Die Google-Erklärerin

Verhaltensmuster, nicht Personen interessieren Google

Doch solche Rohdaten sind nur der eine Teil des Problems. Der andere sind die Informationen, die das Unternehmen daraus generiert, die Profile. Dabei geht es nicht um persönliche Beschreibungen nach dem Muster Anna A. liebt Autoseiten und Arztserien. Die Profile sind anonym und Google interessiert sich auch nicht für die Menschen dahinter. Interessant für das Unternehmen sind die Verhaltensmuster - wer die Seiten A und B ansurft, kauft gern bei C ein und informiert sich bei D über seine Lieblingsthemen. Solche Muster sucht der Konzern. Anschließend kann er jeden Nutzer in sie einsortieren und ihm auf ihn zugeschnittene Werbung präsentieren.

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Das genügt vielen bereits für das Gefühl, überwacht zu werden. Auch dieses Problem soll Whitten lösen. Ihr Weg dazu ist sehr amerikanisch, "checks and balances" nennt sie ihn, was sich grob übersetzen lässt mit gegenseitiger Kontrolle, um verschiedene Interessen zu tarieren. Gewaltenteilung würde man im Deutschen wohl sagen. Allerdings sind die Gewalten im Netz ungleich verteilt: Konzerne wie Google haben dank vieler Informationen viel Macht, der einzelne Nutzer jedoch eher wenig.

 
Video: Alma Whitten von Google

Whitten sieht das anders. Einerseits seien die Daten der Nutzer eine Notwendigkeit. Ohne sie könne beispielsweise Spam nicht aus den E-Mails gefiltert werden. Ein notwendiger Schutz vor Gefahren funktioniere nun einmal nicht ohne das Wissen um IP-Adressen und Verhaltensprofile.

Andererseits sind Informationen für Whitten ein Deal, ein Geschäft - "cooperative use of data", wie sie es nennt: Der Nutzer tausche seine persönlichen Daten gegen Produkte.

Wichtig dabei sei die Möglichkeit, wählen zu können, sagt sie. Wer nicht wolle, dass GMail entscheide, welche der ankommenden Mails wichtig seien und welche nicht, müsse die Priority Inbox ja nicht nutzen. In den Einstellungen lasse sich der Filter ausschalten.

Doch genügt das? Ist eine solche Kontrolle nicht eine Illusion? Sind die meisten unserer persönlichen Daten nicht sowieso längst von irgendwem irgendwo gespeichert? Scott McNealy, einer der Gründer von Sun Microsystems, formulierte das einst mit dem Satz: "You have zero privacy anyway. Get over it." Privatsphäre gebe es sowieso nicht mehr, wir sollten sie vergessen. Hat er damit recht?

Nein, sagt Whitten. Privatsphäre sei ein fundamentaler Teil des Menschseins. Allerdings verändere sich das Verständnis dieses Konzeptes immer dann, wenn neue Technologien aufkämen. Telefon, Fotografie - sie alle hätten Einfluss darauf gehabt, wo wir die Grenzen der Privatsphäre zögen. Die Gesellschaft müsse eben aushandeln, wie viel Offenheit sie wolle und wie viel Schutz. [von Kai Biermann / Zeit Online]

 Datenschutz: Die Google-Erklärerin

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Moldmaker 14. Dez 2010

Die Hervorbringungen der Dame bestärken mich darin, um Google und seine "Produkte" und...

Freitagsschreib... 13. Dez 2010

Du Witzeclown, Du! Seit wann werde ich auf dem Klo beim Poppen gefilmt, wenn ich bei...

WasSollDasDenn 13. Dez 2010

Na toll. Das wovon die Dame da spricht hat überhaupt nichts mit "privacy" zu tun...

exoriare 12. Dez 2010

Schau mal bei wikileaks vorbei da findet man folgendes über Yahoe : yahoo-compliance...



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