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Social Network: Microsoft bestätigt versuchten Kauf von Facebook

Ein ranghoher Microsoft -Manager hat Berichte bestätigt, nach denen der Softwarekonzern vor Jahren 15 Milliarden US-Dollar für Facebook geboten hat. Eines Tages könne das soziale Netzwerk mehr Wert sein als Microsoft, sagte der Übernahmechef Fritz Lanman.
/ Achim Sawall
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Microsoft hat versucht, Facebook zu kaufen. Das hat Fritz Lanman, Microsoft Senior Director für Corporate Strategy und Acquisitions, am 9. Dezember 2010 auf dem Pariser Branchenkongress Le Web erklärt. Lanman sagte laut einem Bericht von Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) und Cnet(öffnet im neuen Fenster) . "Ja, wir haben versucht Facebook zu kaufen. Facebook hatte zu der Zeit viele Gemeinsamkeiten mit Microsoft." Damit bestätigte er die Aussagen von David Kirkpatrick in dem Buch "Der Facebook-Effekt: Hinter den Kulissen des Internet-Giganten" .

Der Übernahmeversuch liegt schon einige Jahr zurück. Als Facebook-Gründer Mark Zuckerberg das 15-Milliarden-US-Dollar-Angebot ablehnte, weil er die Führung des Unternehmens nicht aufgeben wollte, suchte Microsoft-Chef Steve Ballmer nach Alternativen. "Ballmer nahm die Antwort als eine Art Herausforderung" , sagte Lanman. "Er ging zurück zur Microsoft-Zentrale und schmiedete einen Plan, um Facebook über mehrere Jahre hinweg stückweise zu übernehmen, so dass Zuckerberg die Führung behalten könnte." Doch der Plan wurde aufgegeben. 2007 erwarb Microsoft schließlich für 240 Millionen US-Dollar 1,6 Prozent der Anteile an Facebook . Das soziale Netzwerk wurde dabei mit 15 Milliarden US-Dollar bewertet. Gegenwärtig wird Facebooks Wert auf 50 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Unternehmenswert von Facebook könne eines Tages den von Microsoft übersteigen, betonte Lanman.

Microsoft und Facebook sind seit Jahren Partner . Zuletzt wurde Mitte Oktober 2010 vereinbart, dass Microsofts Suchmaschine Bing Bewertungen von Facebook-Freunden in ihren Trefferlisten anzeigt. Microsoft und Facebook haben zudem eine nichtexklusive Vereinbarung, nach der öffentliche Statusupdates aus dem Netzwerk als Suchergebnisse an Microsofts Bing geliefert werden. Suchergebnisse aus dem gesamten Internet bezieht Facebook ebenfalls von Bing, die zusätzlich zu Treffern aus der Personensuche in Facebook angezeigt werden. Die beiden Firmen arbeiten außerdem bei der Vermarktung der Onlinewerbung zusammen.


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