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Golem.de guckt: Ab in die Heimat, den Dschungel und ins Weltall

Ein Einsehen hat 3Sat, verschont uns mit Weihnachtsgedudel und beschert uns ein vollkommen weihnachtsliedgutfreies Wochenende. Ansonsten geht es in der TV-Woche vom 13. bis zum 19. Dezember querbeet – mit Vampiren, Zombies UND halbnackten Wilden.
/ Alexander Merz
5 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Dokumentationen

Was kann denn schöner sein? Heimatfilme sind es nach einhelliger Meinung eher nicht. Trotzdem ist dies der Titel der Dokumentation über selbige. Was ziemlich fad klingt, vermittelt abwechslungsreich die Geschichte des Genres von der NS-Zeit bis zur kritischen Neufindung in den 70er Jahren. Wer einen einfachen Zugang zu einem maßgeblichen Bestandteil der deutschen Filmgeschichte sucht, sollte einschalten.
(Arte, 13.12.2010, 10:45 – 12:15 Uhr)

Der Titel Missbrauch per Mausklick kommt arg bekannt vor – nicht nur von RTL 2. Die Dokumentation begleitet einen Ermittler bei sämtlichen polizeilichen Maßnahmen, von Vernehmungen über Hausdurchsuchungen bis zur Computerforensik.
(3Sat, 14.02.2010, 00:40 – 01:25 Uhr)

Noch mal zur Erinnerung: Der erste Deutsche im All war Sigmund Jähn(öffnet im neuen Fenster) und nicht Ulf Merbold(öffnet im neuen Fenster) , und selbst der war im Grunde Ostdeutscher. Doch sie waren nicht die einzigen Fliegerkosmonauten . In der Dokumentation werden die zehn sozialistischen Weltraumflieger besucht, die Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre im Rahmen eines sowjetischen Programms aus allen zehn Ostblockstaaten rekrutiert wurden.
(Arte, 17.12.2010, 22:30 – 23:55 Uhr)

Magazine

Planet Wissen stockt in der Entwicklung und widmet sich am Dienstag Lebenden Urtieren , all den possierlichen Lebewesen, welche die Evolution vergaß. Um die Evolution geht es aber auch. Am Freitag bastelt sich die Sendung Weltweit vernetzt fröhlich was zusammen aus Internetglossar, IT-Historie und Second Life.
(14. und 16.12.2010, 15:00 – 16:00 Uhr)

X:enius hat zwei Themen im Angebot, die zwar nichts direkt mit IT zu tun haben, aber eigentlich ohne sie nicht denkbar wären: Am Dienstag heißt es Immer auf den letzten Drücker – Warum wir Lästiges ständig vor uns her schieben (wie zum Beispiel die Suche nach einer kürzeren Überschrift) und am Freitag Kaffee – Wie wirkt der Muntermacher wirklich .
(Arte, 14. und 17.12.2010, 08:45 – 09:15 Uhr)

Filme

Zombies in Berlin gibt es jeden Tag in der Tagesschau zu sehen. Alternativ abendfüllend nachts im ZDF in Rammbock(öffnet im neuen Fenster) . Der Zombiefilm – der erste, der öffentlich-rechtlich finanziert wurde – steht ganz in der Tradition von George Romero(öffnet im neuen Fenster) . Nur dass die Zombies eher so schnell wie in 28 Days later(öffnet im neuen Fenster) unterwegs sind. Fans der kompletten Resident-Evil-Filmreihe werden bei dem Film allerdings im Regen stehen. Es sei denn, sie machen sich die Sichtweise zu eigen, dass die Zombies eigentlich gentrifizierende Schwaben sind.
(ZDF, 14.12.2010, 00:20 – 01:20 Uhr)

Beliebter Plot: Seltsamer Personen-/Lebewesenkreis will sich in die Gesellschaft integrieren und tritt deswegen sogar der Polizei bei. So was gibt es sogar mit Dinosauriern. In Dark Species – Die Anderen(öffnet im neuen Fenster) sind aber diesmal zuerst die Vampire an der Reihe. Die Geschichte in der nahen Zukunft um ein Ermittlerpaar aus Mensch und Vampir ist absehbar, aber der Film hat ein paar nette Ideen und gute Action.
(Kabel, 16.12.2010, 00:00 – 01:45 Uhr)

Folgende Frage wurde dem Autor einst tatsächlich gestellt: "Weißt du, ob man irgendwo die Apocalypto-DVD auf Deutsch bekommt? Die gibt’s überall nur mit Untertiteln" . Um es noch einmal klar zu sagen: Apocalypto(öffnet im neuen Fenster) gibt es nur auf Mayathan(öffnet im neuen Fenster) plus Untertitel. Mel Gibsons blutiges, gewaltreiches Dschungelspektakel hat nicht ganz so viel Resonanz gefunden wie Die Passion Christi(öffnet im neuen Fenster) , aber dafür sterben ein paar Leute mehr.
(Pro7, 17.12.2010, 23:00 – 01:35 Uhr)

Radio

Seitdem Golem.de guckt auch Radio hört, ist dem Autor schon mehrmals eine gewisse Parallele zwischen Dokuthemen im TV und im Radioprogramm der darauffolgenden Woche aufgefallen. Das betrifft vor allem eher unverdächtige und unspektakuläre Wissenschaftsthemen abseits der Tagesaktualität. Diese Woche sendet Forschung und Gesellschaft Kein Blut am Handy , dieser Titel erinnert deutlich an die Doku Blutige Handys vor zwei Wochen . Thematisch ähnlich, aber die Radiosendung legt einen größeren Fokus auf die Möglichkeiten, um Lieferungen seltener Metalle aus Krisengebieten zu erkennen und zu unterbinden.
(Dradio Kultur, 16.12.2010, 19:30 – 20:00 Uhr)

Das Freistil -Feature dreht sich um irritierende, störende Geräusche – damit ist aber nicht das Gedudel auf dem Weihnachtsmarkt gemeint. Vielmehr lauschen wir jenem Zischen, Klingeln, Kratzen, Klopfen, Piepen und Rauschen in technischen Geräten, das von nahendem Unheil kündet. So nervig sie sind, so motivieren sie doch, einmal dem Lüfter Aufmerksamkeit zu widmen, bevor der Prozessor den Hitzetod stirbt. Waren die Geräusche früher eher zufällige Nebeneffekte, werden akustische Störeffekte inzwischen ganz gezielt eingebaut. Gerade der Autor erlebt das jeden Tag in seinem Auto mit all dem Gurt-Tür-Rückwärtswarngepiepe.
(DLF, 19.12.2010, 20:05 – 21:00 Uhr)

Alle Termine sind als ics-Datei verfügbar: http://www.golem.de/guckt/GoGu_20101213.ics
Dauerlink: http://www.golem.de/guckt/GoGu.ics
(Hinweis: Die Aktualisierung des Dauerlinks erfolgt erst am 12.12.2010 gegen Mitternacht.)


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