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RTL Now: Mobile Videostreams erst nach Nutzerortung

Das Video-on-Demand-Angebot von RTL kann auf dem iPhone nur noch nach einer Standortbestimmung des Nutzers verwendet werden. Die kostenpflichtige iOS-App RTL Now verweigert andernfalls ihren Dienst.
/ Christian Klaß
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Wer sich nicht in Deutschland, Österreich oder der Schweiz befindet, darf mit der RTL-Now-App für iPhone, iPod touch und iPad(öffnet im neuen Fenster) nicht auf das Video-on-Demand-Angebot von RTL(öffnet im neuen Fenster) zugreifen. Der Sender erklärt das in der Beschreibung der für 3,99 Euro über den iTunes-App-Store angebotenen Software mit rechtlichen Gründen. Die Videoinhalte dürften nur in den drei genannten Ländern wiedergegeben werden. "Um festzustellen, ob Sie sich in einem dieser Länder aufhalten, wird die GPS Ortung aktiviert. Die dabei erhobenen Daten werden von RTL nicht gespeichert oder weiterverwendet" , so RTL. Ist die Ortung für RTL Now deaktiviert, nicht möglich oder der Zuschauer im falschen Land, bleibt dem Nutzer der Zugriff verwehrt.

Dass GPS-Daten genutzt werden, um den Zuschauerstandort zu ermitteln, ist eine neue Dimension der künstlichen Begrenzung auf Regionen. Im Internet werden dazu bei Video-on-Demand-Diensten in der Regel IP-Adressen herangezogen, was nur eine grobe, nicht immer korrekte Zuordnung des Standortes erlaubt. Es reicht aber, um sicherzustellen, dass etwa US-Dienste aus Deutschland nicht ohne weiteres erreichbar sind. Die IP-Überprüfung lässt sich allerdings umgehen.

Für Reisende und ins Ausland gezogene Menschen sind derartige Beschränkungen bei Video-on-Demand und Videostreaming-Diensten besonders ärgerlich.


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