Bildbearbeitung: HDR-Fotobearbeitung für Einsteiger

Wie andere Bildbearbeitungsprogramme(öffnet im neuen Fenster) nimmt HDR Express wahlweise einzelne Rohdatenbilder oder mehrere mit unterschiedlichen Belichtungszeiten an. Aus Fotos der ersten Kategorie kann auch HDR-Express nur ein Pseudo-HDR-Ergebnis errechnen, bei dem die Tiefen und Spitzlichter besser durchzeichnet sind.






Wie immer ist es besser, mehrere Fotos mit unterschiedlicher Belichtungszeit einzusetzen, um gut durchzeichnete Ergebnisse zu erhalten. Dafür muss die Kamera aber auf ein Stativ montiert werden, da Verwackler kaum korrigiert werden können, auch wenn HDR Express eine Überlagerungsfunktion hat. Sie kann aber nur ganz schwach versetzte Bilder ordentlich zusammenrechnen. Auch Geisterbilder, die durch sich bewegende Objekte und Menschen zwischen den Einzelaufnahmen entstehen, kann HDR Express herausrechnen. Leider fehlt dem Programm eine Schärfungsfunktion.
Der besondere Charme von HDR Express(öffnet im neuen Fenster) liegt in der einfachen Bedienbarkeit des Programms, das den Anwender nicht mit unverständlichen und viel zu vielen Reglern ablenkt, sondern klar bezeichnete Funktionen bietet und zahlreiche Zusatzarbeiten automatisch(öffnet im neuen Fenster) übernimmt. Zum Beispiel gibt es zwar einen Belichtungs- und Sättigungsregler, aber keine Funktion, um Halos bei starken Bildkontrasten zu minimieren. Das macht HDR Express im Hintergrund selbst. Über- oder unterbelichtete Bereiche können mit Schaltflächen sichtbar gemacht werden. Diese Fehler lassen sich mit den Reglern für Lichter und Schatten mehr oder minder stark eliminieren.
Der Anwender kann anhand einiger Miniaturbilder auf einige fertige Parameterkombinationen zurückgreifen, die zum Beispiel die Farben und die Stärke des HDR-Effekts beeinflussen. Alternativ lassen sich auch eigene Voreinstellungen erzeugen und speichern.
Die fertigen Bilder lassen sich als TIFFs oder JPEGs sichern. HDR Express(öffnet im neuen Fenster) kostet rund 100 US-Dollar und läuft unter Mac OS X und Windows. Eine Testversion für 30 Tage wird zum Download angeboten.
Im Vergleich zum teureren HDR Expose , das ebenfalls von Unified Color(öffnet im neuen Fenster) stammt, fehlen zahlreiche Funktionen. Dafür kostet HDR-Expose auch rund 150 US-Dollar. Die Unterschiede zwischen beiden Programmen werden in einer Tabelle(öffnet im neuen Fenster) erläutert.