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EU-Kommission: 649 Millionen Euro Strafe für LCD-Kartell

Die EU-Kommission hat insgesamt Strafen in Höhe von 649 Millionen Euro gegen sechs Hersteller von LCDs wegen Kartellabsprachen zwischen 2001 und 2006 verhängt.
/ Jens Ihlenfeld
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Die aktuelle Kartellentscheidung wegen Kartellabsprachen bei LC-Displays betrifft sechs Unternehmen, die allesamt ihren Sitz außerhalb Europas haben. Im Einzelnen sind dies Samsung und LG Display aus Südkorea sowie AU Optronics, Chimei Innolux, Chunghwa Picture Tubes und Hannstar aus Taiwan.

Die Unternehmen haben nach Ansicht der EU-Kommission unerlaubte Preisabsprachen getroffen, die in Europa verkaufte Produkte betreffen, was zu der Strafe führte. Die Unternehmen hatten sich dazu monatlich im Rahmen der sogenannten Crystal Meetings getroffen, insgesamt rund 60-mal, um Preisabsprachen zu treffen und Produktpläne auszutauschen.

Solche Absprachen sind nach EU-Recht illegal, was den betreffenden Unternehmen laut EU-Kommission durchaus bewusst war. Sie verkauften demnach letztendlich Displays für rund sieben Milliarden Euro in Europa. Die Höhe der Strafe orientiert sich daran.

Samsung wurde komplett verschont, da das Unternehmen die EU auf das Kartell hinwies und weitere Informationen vorlegte. LG Display, AU Optronics und Chunghwa Picture Tubes kooperierten und erhielten daher geringere Strafen.


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