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Java: Tim Peierls verlässt JCP-Exekutivkomitee aus Protest

Tim Peierls zieht sich aus dem Exekutivkomitee des Java Community Process (JCP) zurück, nachdem das Gremium Oracles Pläne für Java SE 7 durchgewunken hat. Er habe die Hoffnung aufgegeben, dass das Exekutivkomitee etwas Nennenswertes zustande bringe, sagte er.
/ Jens Ihlenfeld
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Peierls hat wie die Apache Software Foundation und Google gegen Oracles Pläne für Java SE 7 gestimmt, um damit gegen Oracles Lizenzpolitik zu protestieren. Oracle verweigert der ASF eine uneingeschränkte sogenannte TCK-Lizenz, die benötigt wird, um eine freie Java-Implementierung lizenzkonform umzusetzen.

Die ASF hatte daher die Mitglieder des Exekutivkomitees aufgefordert, gegen Oracles Pläne zu stimmen, und andernfalls mit einem Ausstieg aus dem JCP gedroht. Zwar schlossen sich SAP, IBM, Red Hat, Eclipse und Credit Suisse der Kritik der ASF an, sie stimmten aber dennoch mit Ja. Nach Ansicht von Peierls waren die Ja-Stimmen eher vertraglichen Beziehungen geschuldet und somit gekauft. Seine Stimme sei daher wertlos, begründet er sein Ausscheiden aus dem Gremium(öffnet im neuen Fenster) .

Vor dem Hintergrund, dass Oracle bereits zuvor klargestellt hat, auch bei Ablehnung durch das Exekutivkomitee an seinen Plänen für die nächsten Java-Versionen festzuhalten, sei davon auszugehen, dass das Exekutivkomitee Oracles Vorschläge auch in Zukunft nur abnicken werde.


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